Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wollen in den Kreistag: Fabian Beine, Frederic Schneider und Sebastian Brekner (v. l.).
+
Wollen in den Kreistag: Fabian Beine, Frederic Schneider und Sebastian Brekner (v. l.).

Main-Taunus

Wahlkampf auf dem Bierdeckel

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
    schließen

Die Junge Union startet eine eigenständige Wahl-Kampagne mit Bierdeckel-Werbung. Bei den Inhalten setzen die jungen Christdemokraten stark auf soziale und ökologische Themen. So fordert die JU zusätzliche Sozialarbeiter für die Schulen im Kreis.

Fünfzig Prozent online, fünfzig Prozent offline – mit dieser Mischung will die Junge Union im Kommunalwahlkampf vor allem bei jüngeren Wählern punkten. Als „innovative Kampagne für junge Kandidaten“, bezeichnet der JU-Kreisvorsitzende Frederic Schneider das Konzept.

„Anders und moderner“ wolle sich die Jugendorganisation präsentieren, betont Fabian Beine. Der 20 Jahre alte Jura-Student aus Kelkheim hat sich in den vergangenen zwölf Monaten maßgeblich um die Wahlkampfplanung gekümmert. Ergebnis: Die JU Main-Taunus geht ihren eigenen Weg und setzt sich in Optik und Stil sowohl von der Mutterpartei wie auch vom JU-Landesverband ab.

Das geht schon bei der Farbwahl los. Manchen dürften die gelben Flyer und Plakate eher an die alte FDP als die junge CDU erinnern. Die JU-Verantwortlichen sehen jedoch vor allem Assoziationen mit Ortsschildern. „So wollen wir den Blick auf die Kommunen lenken“, erläutert Fabian Beine. „Außerdem ist Gelb die knalligste Farbe.“ Die zieht sich nun über Plakate, Flyer und Aufkleber, aber auch einen Bierdeckel, auf dem Schnellentschlossene gleich ihre Beitrittserklärung ausfüllen können. „Wir wollen die Leute aber nicht besoffen machen, damit sie unsere Kandidaten wählen“, versichert Beine.

Ihren Wahlkampfauftritt hat die Junge Union Main-Taunus komplett selbst entwickelt, inklusive Foto-Shooting und Video-Dreh. „Wir konnten uns individuell ausleben“, sagt Eschborns JU-Vorsitzender Sebastian Brekner. Zudem habe man einiges an Geld sparen können. Einen mittleren vierstelligen Betrag hätten sie insgesamt investiert. Dafür hätten sich aber auch alle Ortsvereine einklinken und einzelne Elemente übernehmen können. Was diese – mit Ausnahme von Flörsheim – auch gemacht haben.

Natürlich gehe es ihnen vor allem darum, Werbung für die JU-Kandidaten zu machen. Deshalb erläutern sie in ihren Flyern auch ausführlich die Möglichkeiten des Kumulierens, um so die jungen Bewerber in der Liste ein paar Plätze nach oben zu hieven. Eine sichere Position hat lediglich Frederic Schneider auf Platz 10 der CDU-Liste. Fabian Beine steht auf Platz 40, Sebastian Brekner auf Platz 44.

Bei den Inhalten setzen die jungen Christdemokraten stark auf soziale und ökologische Themen. So fordert die JU zusätzliche Sozialarbeiter für die Schulen im Kreis. Wie wichtig die bei Themen wie Inklusion oder dem Umgang mit sozialen Medien sind, habe er als ehemaliger Schülersprecher der Eichendorffschule selbst erlebt, schildert Beine. „Das können Lehrer nicht alles leisten.“

Außerdem wollen die jungen Christdemokraten ein kreisweites Fahrradverleihsystem einführen, Busse und S-Bahnen sollen häufiger auch nachts fahren, und in den Bussen soll ein kostenloses WLAN eingerichtet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare