Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Besuch im Stall - dazu laden Reitvereine aus dem Main-Taunus-Kreis ein.
+
Besuch im Stall - dazu laden Reitvereine aus dem Main-Taunus-Kreis ein.

Tag der offenen Stalltür

Vorsicht Kutsche

Beim Tag der offenen Stalltür machen Reitbetriebe aus dem Main-Taunus-Kreis und Wiesbaden Lust aufs Pferd. Von Claudia Horkheimer

Von Claudia Horkheimer

Immer Ärger mit dem Freund, weil er nicht begreift, warum man sonntagmorgens lieber zum Reitstall geht als mit ihm zu frühstücken? Die Familie beschwert sich über den lieblichen Duft von Pferdemist und hat noch nie ein paar weiche Nüstern gestreichelt? Oder wollen Sie sich informieren, was so alles mit Pferd geht? Unter dem Motto "Komm zum Pferd" findet am Sonntag, 4. Oktober, erstmals der bundesweite Tag der offenen Stalltür statt. Auch im Main-Taunus-Kreis öffnen Pferdebetriebe ihre Tore.

Einer davon ist der Fahrstall Christoph in Eschborn. Einmalig hier in der Umgebung: Dort kann man den Führerschein zum Kutschenfahren machen. Im Hinterhof an der Hauptstraße, man glaubt es kaum, warten im geräumigen Auslauf fünf Haflinger darauf eingespannt zu werden.

"Amelie und Hubert sind zwei Schlaftabletten", sagt Claudia Christoph über ihre beiden sanftesten Haflinger mit den blond gelockten Mähnen. Doch das sei auch gut so bei Fahranfängern. Die 42-Jährige ist von Beruf Speditionskauffrau. Doch ihre Leidenschaft für Pferde teilt sie mit ihrem Mann Bernd, einem Hufschmied. "Er hat mich mit dem Fahrervirus infiziert", sagt sie lachend. Seit mehreren Jahren unterrichtet sie auf dem Kutschbock. Insgesamt sechs Kutschen, vom Einspänner bis zur pompösen Hochzeitskutsche parken im Stall, wo es herrlich nach Heu duftet. Mit den bis zu 1100 Kilogramm schweren Gefährten bieten die Christophs auch Kutschfahrten zu Hochzeiten und Kindergeburtstagen an.

Die Nachfrage nach dem Lehrgang zum Deutschen Fahrabzeichen, wie es offiziell heißt, sei sehr groß. Zweimal im Jahr halten sie deshalb den achtwöchige Kurs für jeweils acht Teilnehmer ab. Der nächste Lehrgang startet im kommenden März. In dieser Zeit findet einmal die Woche der theoretische Unterricht im Lehrraum statt. Dort gibt es eine Vorrichtung, um das Lenken einer Kutsche zu üben. Die Zügel sind dabei an 1,5-Kilogramm- Gewichten befestigt. So bekommt der Schüler einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie anstrengend das Fahren später wird. "Denn die Zügel dürfen nie durchhängen und das geht in die Arme", sagt Claudia Christoph.

Der praktische Unterricht startet im Feld und geht dann im Straßenverkehr weiter. Dann wird es erst spannend: "Manchen häng-engebliebenen Autospiegel gab es schon", sagt Claudia Christoph, "denn die Autos überholen rücksichtslos. "

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare