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So soll das neue Bürogebäude Loftwerk im Herbst 2012 aussehen.
So soll das neue Bürogebäude Loftwerk im Herbst 2012 aussehen. © Hochtief

Das Loftwerk wird ab dem Frühsommer im Eschborner Helfmann-Park errichtet. Bereits zehn Jahre ist es her, dass hier die ersten Bürokomplexe entstanden.

Von Gesa Fritz

Das Loftwerk wird ab dem Frühsommer im Eschborner Helfmann-Park errichtet. Bereits zehn Jahre ist es her, dass hier die ersten Bürokomplexe entstanden.

Seit Montag rollen wieder die Bagger im Helfmann-Park. Sie reißen derzeit die Wände eines alten Fachmarkts ein. Hier wird Platz geschaffen für einen neuen Gebäudekomplex, das Loftwerk. Im Frühsommer soll mit dem Bau begonnen werden und bereits im Herbst 2012 wollen die Mieter ihre Schreibtische in den neuen Büroräumen beziehen.

Vor nunmehr zehn Jahren sind in dem Gewerbegebiet im Süd-Osten Eschborns die ersten Bürokomplexe unter der Regie der Hochtief Projektentwicklung entstanden. Seitdem sind etwa im Zwei-Jahres-Rhythmus neue Gebäude hinzugekommen. Namhafte Unternehmen wie der Immobilienfinanzierer Eurohypo, die Hotelkette Mercure oder das Zeitarbeitsunternehmen Randstadt sind hier ansässig.

Der Helfmann-Park ist das größte reine Gewerbegebiet, das Hochtief jemals in Deutschland entwickelt hat. Nur ein Projekt in Hamburg und eines in Düsseldorf können dem Eschborner Areal das Wasser reichen – beides sind allerdings gemischte Wohn- und Gewerbegebiete.

Den Grund und Boden musste das Unternehmen dafür nicht erwerben. Eschborn ist sozusagen die Wiege der Hochtief. Hier errichteten im Jahre 1896 – inmitten eines ergiebigen Lehmabbaugebietes – die Brüder Philipp und Balthasar Helfmann eine Ziegelei. Eschborn hatte damals nur rund 1000 Einwohner, 45 von ihnen sollen Ziegel für die Helfmann-Brüder geformt haben. Aus deren Baugeschäft ging später die Hochtief hervor. Ende 1973 schloss dann die Ziegelei in Eschborn. Das Gelände wurde zum Gewerbegebiet.

Das neue Loftwerk, für das derzeit der Boden geebnet wird, soll aus zwei Baukörpern bestehen: Einem U-förmigen Gebäude und einem I-förmigen Riegel, der in einem zweiten Bauabschnitt errichtet werden soll. Zwischen den fünf- bis sechsstöckigen Gebäuden soll ein nach zwei Seiten offener Innenhof entstehen.

Knapp die Hälfte der Bürofläche ist laut Markus Brod, dem Niederlassungsleiter der Hochtief, bereits an die St. Jude Medical vermietet.

Das Medizingerätetechnologie-Unternehmen unterhält bereits Büroräume im Helfmann-Park. In das neue Gebäude will es mit rund 100 Mitarbeitern ziehen. Laut Brod soll es auch für die verbleibende Fläche Interessenten geben.

Mieter finden ist leicht

Mieter für Büroräume in Eschborn zu finden ist laut Brod nicht schwierig. „Hier gibt es wenig neue Flächen“, sagt er. Die unternehmensfreundlichen Hebesätze sowie die Nähe zu Autobahn und Flughafen machten den Standort attraktiv.

Nach dem Loftwerk soll noch ein Gebäude in dem Gewerbegebiet entstehen, das sogenannte Quadron. Dann ist die Erschließung erst einmal abgeschlossen. Die Pläne für dieses letzte Gebäude sind bereits ausgereift, jetzt sucht Hochtief nur noch Mieter oder Käufer, um dann mit dem Bau zu beginnen.

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