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Villa zu verkaufen

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Von: Torsten Weigelt

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Die Villa am Quellenpark ist in keinem guten Zustand.
Die Villa am Quellenpark ist in keinem guten Zustand. © Monika Müller

Die Stadt möchte die denkmalgeschützte Villa Zum Quellenpark 5 loswerden. Lediglich einen Teil des Grundstücks möchte die Stadt behalten. Das etwa 200 Quadratmeter große Teilstück solle genutzt werden, um die derzeit ungünstige Parkplatzsituation hinter dem Rathaus zu verbessern.

Sie könnte ein echtes Schmuckstück sein, doch der Zahn der Zeit hat die denkmalgeschützte Villa Zum Quellenpark 5 mittlerweile in den Augen vieler Bad Sodener in einen Schandfleck verwandelt. Dabei ist die Stadt seit 2003 selbst Eigentümerin des Gebäudes.

Sie hatte es seinerzeit mitsamt dem 814 Quadratmeter großen Grundstück der Taunus-Sparkasse abgekauft mit dem Ziel, das Areal rund um das Rathaus neu zu gestalten. 2006 beschloss das Parlament dann auch ein städtebauliches Konzept für das Rathauskarree, das unter anderem einen Neubau des Rathauses vorsah, in das die Liegenschaft Zum Quellenpark 5 miteinbezogen werden sollte.

Doch diese Pläne haben sich inzwischen zerschlagen. Zum einen ist ein Teil der Stadtverwaltung inzwischen in der Immobilie Königsteiner Straße 77 untergekommen, das die Stadt ebenfalls der Sparkasse abgekauft hat – die oberen Wohnungsgeschosse werden als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Zum anderen fehlt Bad Soden für einen Rathausneubau derzeit schlicht das nötige Geld. „Das Parkhaus und die neue Feuerwache in der Kernstadt haben Priorität“, sagt Bürgermeister Norbert Altenkamp (CDU).

Was also tun mit der heruntergekommenen Villa? „Eine andere öffentliche Nutzung wird nicht gesehen“, hat der Rathauschef nun den Stadtverordneten mitgeteilt. Deshalb schlägt er vor, die Villa wieder zu verkaufen. Lediglich einen Teil des Grundstücks möchte die Stadt behalten. Das etwa 200 Quadratmeter große Teilstück solle genutzt werden, um die derzeit ungünstige Parkplatzsituation hinter dem Rathaus zu verbessern. „Nach wie vor sind die einzelnen Parkplätze schlecht anfahrbar und darüber hinaus zu schmal“, erläutert Altenkamp.

Waltraud Krebsbach-Heß (Grüne) weist darauf hin, dass die Villa bereits beim Kauf 2003 in keinem guten Zustand gewesen sei. Deshalb hätten die Grünen damals auch als einzige Fraktion gegen einen Kauf gestimmt. Nun wäre es aber auch aus ihrer Sicht das Beste, das Gebäude so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Dass die Villa seitdem leer gestanden hat, habe „sicher nicht zur Stabilität“ beigetragen. Deswegen befürchtet Krebsbach-Heß, dass die Stadt nun nicht einmal mehr den damaligen Kaufpreis von 560 000 Euro erzielen könnte. Schließlich müsste ein Käufer auch noch einen erheblichen Sanierungsbedarf einkalkulieren.

Dass das Gebäude inzwischen in einem so schlechten Zustand ist, hätte nicht sein müssen, moniert der FDP-Stadtverordnete Bernd Wanderer. Zudem hätte sich seine Fraktion von der Stadtverwaltung ein Nutzungskonzept für die Villa gewünscht. Allerdings könne die FDP sich nun auch mit einem Verkauf des Gebäude anfreunden. „Hoffentlich erzielen wir dabei einen angemessenen Preis.“

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