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Hofheim Förtig-Gelände

Unterschriften gegen HWB-Projekt

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Bürger wollen einen Neubau der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (HWB) an der Lorsbacher Bahnschranke verhindern. Sie sind mit der Größe des Bauvorhabens nicht einverstanden. Außerdem halten sie die Parkplatzfrage für ungelöst.

Otto Hettler spricht von „Irrsinn“ und „Verdichtungswahn“. Und auch Theo Kreß macht seinem Unmut im Gespräch mit der FR deutlich Luft. Das Wohnbauprojekt, das die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (HWB) auf dem ehemaligen Förtig-Gelände in Alt-Lorsbach direkt an der Bahnschranke realisieren will, sei für das kleine Grundstück an der ohnehin an dieser Stelle sehr engen Straße überhaupt nicht geeignet, finden die Lorsbacher.

Zusammen mit den Ortsbeiratsmitgliedern Ronald Braun (BfH) und Christoph Eckerscham (Freie Wähler) haben die beiden Rentner jetzt eine Unterschriftenaktion in dem Hofheimer Stadtteil gestartet. „Wir wollen die Bürger darauf aufmerksam machen, was da auf sie zukommt“, sagt Theo Kreß.

Nicht einverstanden sind die Initiatoren der Unterschriftenaktion vor allem mit der Größe des geplanten HWB-Wohnhauses. Sieben Wohnungen sollen darin Platz finden. Die Außenwand des Gebäudes sei direkt am ohnehin schon sehr schmalen Bürgersteig geplant. Eltern mit Kinderwagen oder Senioren mit einem Rollator kämen dann nicht mehr vorbei, befürchtet Theo Kreß.

Das Argument, die Planung sei mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt und die Abmessungen des Neubaus entsprächen exakt denen der in den 1970er Jahren an dieser Stelle abgerissenen Häuser wollen Kreß und Hettler nicht gelten lassen. Nachdem die Pläne einer Bahnunterführung nicht mehr aktuell seien, gäbe es nun die Gelegenheit, endlich das Nadelöhr für den Autoverkehr an dieser Stelle zu weiten, sagt Otto Hettler. „Ich habe ohnehin nie verstanden, warum man die Straße nicht gleich verbreitert hat. Wenn die Bahnschranke unten ist und Autos mit laufendem Motor davor warten, geht an dieser Stelle gar nichts mehr.“

Sorgen bereitet den Lorsbachern aber auch die Parkplatzfrage. Nicht nur, dass für die sieben Wohnungen auf den Entwurfsplänen der HWB bisher lediglich drei Stellplätze eingezeichnet sind – mit der Bebauung des Förtig-Geländes würden auch die Stellplätze wegfallen, die momentan auf dem Areal vorhanden sind. Für Alt-Lorsbach würde sich die aktuelle Parkplatzmisere damit weiter verschärfen, kritisieren Kreß und Hettler.

Breitere Bürgersteige

Wohnraum versus Parkplätze – dieses Dilemma lasse sich in der Tat an dieser Stelle nur schwer auflösen, räumt HWB-Geschäftsführer Josef Mayr ein. „Da muss man abwägen, was einem wichtiger ist. Aus meiner Sicht ist es der in Hofheim ohnehin knappe Wohnraum“, sagte Mayr der FR. Allzu weit gediehen sind die Planungen in Sachen Bebauung des Förtig-Geländes allerdings ohnehin noch nicht. „Wie haben festgestellt, dass Versorgungsleitungen unter dem Bürgersteig und auch durch das Gelände verlaufen, müssen deshalb umplanen und eventuell die Außenwand nach innen verschieben“, kündigte der HWB-Geschäftsführer gestern im Gespräch mit der FR an. Geprüft werde in diesem Zusammenhang auch die Gehwegbreite. „Diesen Punkt wollen wir uns auf jeden Fall noch mal genau anschauen.“, sagt Mayr.

So gesehen kommt die Unterschriftenaktion der Lorsbacher womöglich genau zur richtigen Zeit. Theo Kreß und seine Mitstreiter fordern nämlich nicht nur, den Neubau deutlich zu verkleinern, sie verlangen vom Magistrat auch, einen Runden Tisch zum Thema einzuberufen, an dem Bürger, Ortsbeiratsmitglieder und hauptamtlicher Magistrat teilnehmen.

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