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Umzug an den Ortsrand

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Letzte Arbeiten am Bürgerhaus Marxheim
Letzte Arbeiten am Bürgerhaus Marxheim © Michael Schick

Das neue Bürgerhaus in Marxheim wird demnächst eröffnet. Einziehen wird unter anderem die örtliche Bücherei - mit der Hoffnung auf zahlreiche zusätzliche Leser.

Von Barbara Helfrich

Die meisten Bücher sind schon in Kisten verpackt. Die Marxheimer Bücherei bereitet ihren Umzug vor – aus dem deutlich in die Jahre gekommenen Haus in der Bahnstraße?6 ins nagelneue Bürgerhaus. „Es tut mir leid um die alte Location“, sagt Gaby Colpe-Decker, die im Bücherei-Team federführend ist. „Ich fand es zentral besser.“

Doch mit der politischen Entscheidung für den neuen Standort Ahornstraße hadert sie nicht. Sie will den Umzug für eine Neuausrichtung der Bücherei nutzen. „Der Anspruch, allgemeinbildend zu sein, ist für so eine kleine Bücherei nicht mehr zeitgemäß.“ Stattdessen will sie Schwerpunkte setzen, etwa auf die Naturwissenschaften. Das passt zum Träger der Bücherei, dem Marxheimer Volksbildungswerk, das auch die Sternwarte in Langenhein betreibt. Auch die Nachbarschaft der neuen Bücherei-Räume zu Supermärkten eröffnet aus Sicht von Colpe-Decker Möglichkeiten: „Die Kinder könnten bei uns lesen, während ihre Eltern einkaufen.“

Die Stadt feiert die Einweihung des Bürgerhauses am Freitag, 11.?Februar, nur mit geladenen Gästen. Ein öffentliches Fest ist nicht geplant. Wann die Bücherei mit der Ausleihe im neuen Domizil beginnt, ist laut Colpe-Decker noch offen.

12000?Bücher gehören zum Bestand – Titel sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Um alle in Regalen aufzustellen, sei der Raum im Obergeschoss des neuen Bürgerhaus zu klein, sagt die ehrenamtliche Bücherei-Organisatorin: „Wir haben dort nur noch halb so viel Platz als bisher.“ Ein Teil der Bücher müsse in Archiv-Kisten gelagert werden, denn auch ein Basteltisch für Kinder und eine Leseecke sollen noch untergebracht werden. Einen festen Etat, um neue Bücher zu kaufen, hat die Marxheimer Bücherei nicht. Vor zwei Jahren gab es eine 500-Euro-Spende von der Deutschen Bank. Ansonsten ist die Bücherei darauf angewiesen, dass ihr Bürger ausgelesene Bücher schenken – darunter auch ausgefallene Lektüre, etwa Science-Fiction in englischer Sprache.

Mit dem Umzug werden auch neue Leser in die Marxheimer Bücherei kommen, hofft Gaby Colpe-Decker. Wie viele es derzeit sind, will sie lieber für sich behalten. „Es sind leider nur sehr wenige. Das ist auf jeden Fall noch ausbaufähig.“

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