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GAL tritt doch zur Wahl an

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Die Grün-Alternative Liste (GAL) wird doch zur Kommunalwahl am 27. März antreten. Linke-Chef Heinz-Michael Merkel ist Spitzenkandidat.

Eigentlich war ausgemacht, dass sich die Grün-Alternative Liste (GAL), die seit 26 Jahren in Hochheim politisch mitmischt, noch in dieser Legislaturperiode auflöst und die Bündnisgrünen mit Spitzenkandidat Andreas Kammerbauer zur Kommunalwahl am 27. März antreten.

Nun ist doch alles anders. Die GAL hat einen Wahlvorschlag eingereicht; zehn Kandidaten stehen auf der Liste – an erster Stelle Heinz-Michael Merkel, der für die GAL im Parlament sitzt, gleichzeitig allerdings Die Linke im Kreistag vertritt und auch den Linken Kreisverband mitbegründet hat.

Die Grünen im Kreis sind empört: „Das ist Etikettenschwindel, mit dem sich die Linken in Hochheim ersparen wollten, Unterschriften zur Kommunalwahl sammeln zu müssen“, sagt deren Sprecherin Regina Vischer. Ärger auch bei Andreas Kammerbauer: Bereits 2006 habe Merkel als „Linker auf einer Grünen Liste“ agiert, damals gegenüber der GAL verheimlicht, dass er im Kreis für die Linken antrat. Dass es nun erneut so kommt, will er nicht hinnehmen, sondern dem Wahlausschuss, der heute Abend in Hochheim tagt, seine Bedenken vortragen. Zur Wahlversammlung der GAL seien 40 Prozent der Mitglieder nicht eingeladen worden, rügt Kammerbauer. Merkel widerspricht. Es handele sich um Personen, die für die Grünen kandidierten. „Die konnten wir gar nicht einladen.“

Mit dem Slogan „Sozial, ökologisch, links“ will die GAL laut Merkel deutlich machen, wo sie politisch steht. Die Kreislinken werden eine Wahlempfehlung für die GAL abgeben. Im Gegenzug will die GAL empfehlen, auf Kreisebene Die Linke zu wählen. (aro)

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