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Hingucker: Die Sodenia vor dem Hundertwasser-Haus.
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Hingucker: Die Sodenia vor dem Hundertwasser-Haus.

Bad Soden

Der Tempel ist marode

Bürger sollen die Restaurierung des Bad Sodener Wahrzeichens bezahlen. Eine Spendenaktion für den maroden Sodenia-Tempel startet am Samstag.

Von Jöran Harders

Wer genauer hingeschaut hat, konnte es bereits ahnen: Dem Sodenia-Tempel über dem Solbrunnen im Quellenpark geht’s nicht gut. Nachdem Experten die hölzerne Konstruktion genau untersucht haben, präsentierte Nadine Smukal von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) gestern eine lange Liste von Arbeiten, die dringend erledigt werden müssen, damit das im Jahr 1888 errichtete Bauwerk den kommenden Generationen erhalten bleibt.

Die Fäulnis hat im Laufe der Zeit arg am Material genagt. Ein Grund dafür war der Anstrich des Pavillons mit einer Kunstharzfarbe in den 1960er Jahren. Diese Farbe habe das Holz nicht atmen lassen, sodass die Feuchtigkeit den Verfall des Daches und der tragenden Säulen beschleunigt habe, erläuterte Smukal: „Die Farbe muss auf jeden Fall runter. Sie wird durch einen diffusionsoffenen Anstrich ersetzt.“

Durch Schwamm- und Pilzbefall der tragenden Teile ist mittlerweile auch die Statik des Tempels in Gefahr. Dazu kommen Rissbildungen, Salzausblühungen und Rost an Nägeln und an der metallenen Brüstung. Am Brunnen selbst müssen lose und abgesprengte Steinplatten repariert werden. „Ausgetauscht wird nur, was nicht zu retten ist“, stellte Smukal fest. So müsse voraussichtlich mindestens eine der Holzsäulen komplett ersetzt werden.

Kosten von 170.000 Euro

Rund 170.000 Euro wird die Sanierung des Sodenia-Tempels laut der Kalkulation der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kosten. Ein Großteil des Geldes soll durch eine Spendenaktion zusammenkommen, die am Samstag startet. „Bad Soden ist eine Stifterstadt“, sagte Bürgermeister Norbert Altenkamp (CDU). Daher sei er zuversichtlich, dass viel Geld gespendet werde. Dass die Sodener großzügig sind, beweist auch die Statistik der DSD. „Von den rund 5000 regelmäßigen Förderern, die die Stiftung im Rhein-Main-Gebiet hat, kommen 1000 aus Bad Soden“, bilanzierte Smukal.

Finanziell werden sich neben der Stadt auch noch die Henning-und-Antje-Kampf-Stiftung, die zur DSD gehört, und der Verein Wir für Bad Soden an der Sanierung beteiligen. Um den Verfall des Pavillons schnell zu stoppen, soll innerhalb kürzester Zeit mit den Arbeiten begonnen werden. Ende August wird das Baugerüst aufgestellt – noch in diesem Jahr soll alles fertig sein. „Für die Spender hat das den Nebeneffekt, dass sie schon bald sehen können, was mit ihrem Geld getan worden ist“, sagte Altenkamp. Der Originalzustand des Tempels werde bei der Sanierung nicht wieder hergestellt, merkte Nadine Smukal an. Ursprünglich hatte der Pavillon ein Sandsteinfundament und einen dunkelbraunen Anstrich: „Optisch bleibt der Tempel so, wie die Sodener ihn gewohnt sind.“

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