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Tierische Kunst. Schüler der Heinrich-Böll-Schule haben für ihre surrealen Arbeiten einen Preis gewonnen.
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Tierische Kunst. Schüler der Heinrich-Böll-Schule haben für ihre surrealen Arbeiten einen Preis gewonnen.

Ausgezeichnete Schüler

Surreale Welten

Schüler der Hattersheimer Heinrich-Böll-Schule erhalten einen neuen Kunstförderpreis. Zu sehen sind ihre Arbeiten ab sofort in der Galerie der Hattersheimer Hawobau. Von Gesa Fritz

Von GESA FRITZ

Etwas ungläubig ist sie. Ihre Bilder sollen etwas Besonderes sein? Etwas, dass sich Fremde bei einer Ausstellung anschauen und am Ende gar noch in ihre Wohnung hängen wollen? "Die Bilder verkörpern doch nichts Liebes", sagt die 15-jährige Yasmin Özocak. Dennoch: Rund 80 Bilder von Schülern der Heinrich-Böll-Schule sind ab heute in der Galerie der Hattersheimer Wohnungsbau Gesellschaft (Hawobau) ausgestellt.

Talente gezielt fördern

Es ist bereit das zweite Mal, das Werke, die im Kunstunterricht der Hattersheimer Schule entstanden sind, in der Hawobau-Galerie einem größeren Publikum präsentiert werden. Erstmals wurde in diesem Jahr von der Hawobau ein mit insgesamt 400 Euro dotierter Kunstförderpreis ausgelobt. Bei der Vernissage am gestrigen Abend ging er an die Schüler. Die besten Bilder wurden von den Besuchern gewählt.

"Wir wollten einen Anreiz schaffen, sich für die Kunst zu engagieren", sagt Gerhard Krietsch, Geschäftsführer der Hawobau. Talente sollen gezielt gefördert werden. Krietsch hofft, dass die Preisträger sich künftig noch intensiver der Kunst zu widmen.

Krietsch ist einer, der eine persönliche Affinität zur Kunst hat. Im Sitz der Hawobau gastieren ständig Ausstellungen, meist in Kooperation mit dem Hattersheimer Kulturforum. "Wir haben viel Publikumsverkehr und wollen den Besuchern beiläufig einen Zugang zur Kunst vermitteln", sagt Krietsch. Kunst sei eben viel mehr als ein röhrender Hirsch

Ihre Vielseitigkeit ist der besondere Reiz der aktuellen Ausstellung. Verschiedenste Stile und Techniken der Schüler treffen aufeinander. Da finden sich schwarz-weiße Monotypien mit Themen aus dem Roman Krabat. In einer bunten Kollage begegnen sich Affen, Pinguine und Nashörner in einer surrealen Dschungelwelt. Zwei Hände, die Streichhölzer entzünden, erheben sich dreidimensional vor einem vergiftet grünem Hintergrund. "Hier finden sich echte Talente", sagt Krietsch.

Ausgewählt wurden die Bilder von Christine Speyer, Kunstlehrerin an der Heinrich-Böll-Schule. Es sind die besten Arbeiten aus dem Kunstunterricht der Klassen sieben bis 13. "Durch die öffentliche Anerkennung erhalten die Schüler über die Note hinaus eine besondere Motivation für ihre Arbeit", sagt Speyer. Tatsächlich interessieren sich zahlreiche Schüler für Kunst als Abiturfach.

Die Ausstellungen von Schülerbildern in der Hawobau-Galerie, da sind sich Krietsch und Speyer einig, soll eine feste Einrichtung werden. Und auch der Kunstförderpreis ist nicht als einmalige Würdigung gedacht. Alle zwei Jahre, sagt Krietsch, könne er sich eine solche Ausstellung mit Preisverleihung vorstellen.

Die Bilder der Schüler sind bis zum 13. März in der Galerie der Hattersheimer Wohnungsbau Gesellschaft, Friedensstraße 1a, ausgestellt. Geöffnet ist werktags von 8.30 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr.

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