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Main-Taunus

Zu viel Baumschnitt

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
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Bei vorbereitenden Arbeiten am Arboretum wird mehr gemacht als vereinbart. Das bringt Naturschützer auf die Palme.

Es gibt Streit um die Wegepflege am Arboretum. Die SDW Freunde Arboretum als Untergruppe der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) kritisieren die vorbereitenden Arbeiten in der vergangenen Woche als „Maßnahmen ohne Sinn und Naturverstand“.

Bei den Arbeiten, die von Hessen Forst in Auftrag gegeben wurden, sollten schadhafte Wege instandgesetzt werden, hieß es in der entsprechenden Ankündigung, auf einer Breite von 4,50 Metern. Sie finden in den kommenden drei Wochen statt, die Wege werden in dieser Zeit gesperrt.

Die Freunde Arboretum laufen aber nun Sturm gegen Arbeiten, die bereits stattgefunden haben. Sie sollten als Vorbereitung dienen; so wurden beispielsweise Bäume an den Wegerändern gestutzt.

Mit schwerem Geschütz seien dabei „Wege und Wildwiesen mit seltener Flora und Fauna verwüstet und Bäume einseitig gekappt worden, um einen drei Meter breiten Streifen wie mit dem Lineal abzuholzen“, schreiben die Naturschützer in einer Mitteilung. „So kann man mit dem Juwel des Main-Taunus-Kreises nicht umgehen“, regt sich Sprecher Werner Klein auf.

Andreas Bruckert, ein anderer Sprecher des Vereins, weist darauf hin, dass ein so massiver Eingriff in die Natur nach geltendem Recht nicht nur unprofessionell, sondern auch rechtswidrig ist.

Dem widerspricht Hubertus Behler-Sander vom Forstamt Königstein. Arbeiten im Wald, um das Lichtraumprofil aufzuschneiden, seien auch während der Brutzeit zulässig.

Allerdings gibt er zu, dass die Arbeiten „über das vereinbarte Maß hinausgegangen" seien. „Das war so mit dem ausführenden Unternehmen nicht abgesprochen“, sagt er. Es sollte nur 50 Zentimeter links und rechts an den Bäumen etwas getan werden. Man prüfe derzeit, wie man reagieren solle, so Behler-Sander.

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