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Sulzbach: Gastronomie statt Karstadt im Main-Taunus-Zentrum

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Von: Andrea Rost

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Das Karstadtgebäude inmitten des Main-Taunus-Zentrums wurde in den letzten Wochen abgerissen.
Das Karstadtgebäude inmitten des Main-Taunus-Zentrums wurde in den letzten Wochen abgerissen. © Michael Schick

MTZ-Betreiber ECE plant nach dem Abriss des Kartstadt-Kaufhauses neue Angebote in der Sulzbacher Shopping-Meile. Ein Schwerpunkt soll Gastronomie sein.

Mehr als ein halbes Jahrhundert stand das große Kaufhaus, das unter den Namen, Hertie, Horten und zuletzt Karstadt firmierte, inmitten des Sulzbacher Main-Taunus-Zentrums (MTZ). Von Anbeginn an war es einer der Ankermieter. Jetzt klafft eine riesige Baulücke jenseits der hohen Absperrwand, die die Shoppingmeile von der Baustelle trennt. Bagger zerkleinern dahinter die letzten Gebäudeteile. Ende Februar sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Warenhauskette betreibt dann nur noch die Galeria-Kaufhof-Filiale im MTZ.

Pläne, die die 9000 Quadratmeter große Fläche, auf der das Karstadt-Kaufhaus und ein Bürotrakt standen, künftig genutzt wird, gebe es bereits, sagte Center-Manager Daniel Quaas der Frankfurter Rundschau. Details könne er noch nicht verraten. „Aber das Konzept steht.“ Demnach will Zentrumsbetreiber ECE in etwa eineinhalb Jahren damit beginnen, an zentraler Stelle der Shoppingmeile ein „Zentrum im Zentrum“ zu schaffen. Alles, „was über das Einkaufen hinausgeht“ solle dort angesiedelt werden“, formuliert Daniel Quaas und wird auf Nachfrage etwas konkreter. Bei Befragungen habe sich gezeigt, dass Kundinnen und Kunden sich mehr Vielfalt beim gastronomischen Angebot im Main-Taunus-Zentrum wünschten.

Das Zentrum

Bei seiner Eröffnung im Jahr 1964 war das Main-Taunus-Zentrum (MTZ) in Sulzbach das erste Einkaufszentrum auf der grünen Wiese in Deutschland.

75 Millionen Euro ließen sich Zentrumsbetreiber ECE und Investoren den Ausbau auf doppelte Größe im Jahr 2011 kosten.

170 Geschäfte gibt es heute im MTZ auf einer Verkaufsfläche von 91 000 Quadratmetern. 4500 kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung.

„Wir wollen Erlebnisqualität im MTZ bieten, man soll das Gefühl haben, durch eine Innenstadt zu flanieren“, umreißt der Center-Manager die Pläne für das ehemalige Karstadt-Gelände. Bereits jetzt gebe es im Main-Taunus-Zentrum nicht nur Läden, sondern auch Arztpraxen, eine Tankstelle und das Kinocenter Kinopolis. „In diese Richtung wollen wir weiterdenken.“ Bis weit ins nächste Jahr hinein wird es laut Quaas dauern, bis diese Pläne realisiert werden. In der Zwischenzeit soll es auf der freien Fläche gegenüber dem bereits etablierten Food-Court wechselnde gastronomische Angebote geben.

Nach zwei Jahren Pandemie und Lockdowns will das MTZ außerdem langsam wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. Die zwischenzeitlich verkürzten Öffnungszeiten sind jetzt wieder wie vor Corona. Bis 20 Uhr sind die Geschäfte wochentags geöffnet, Donnerstag bis Samstag sogar bis 22 Uhr. Zugeklebte Schaufensterscheiben lassen darauf schließen, dass einige Ladenbetreiber aufgegeben haben, Für fast alle Geschäfte seien jedoch bereits Nachmieter gefunden, versichert Daniel Quaas. Ein Problem mit Leerständen gebe es im MTZ nicht.

Am vergangenen Wochenende kamen den Angaben zufolge besonders viele Kundinnen und Kunden ins MTZ. „Fast wie vor der Pandemie“, sagt der Center-Manager. Um die Kontrollen für die 2G-Regel zu vereinfachen, würden an zentralen Infoständen für Geimpfte und Genesene farbige Bändchen ausgegeben, die in allen Geschäften gelten.

Leichter soll es auch bald werden, einen der 4500 kostenlosen Parkplätze im MTZ zu finden. Ein neues Parkleitsystem an der Einfahrt wird die Autofahrer:innen ab August über freie Stellplätze informieren. Und in den Parkhäusern werden grüne und rote Leuchten signalisieren ob ein Stellplatz frei oder besetzt ist.

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