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Delfine sollen Ryan helfen

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Mama Lisa Moewes und Opa Robert Hofmann streicheln liebevoll den kleinen Ryan. Mirwald
Mama Lisa Moewes und Opa Robert Hofmann streicheln liebevoll den kleinen Ryan. Mirwald © Mirwald

Sulzbach Dreijähriger Junge ist körperbehindert / Spenden für Therapie erbeten

Der kleine Ryan sitzt im Rollstuhl und schaut fröhlich in die Runde. Doch der Schein trügt. Der drei Jahre alte Sulzbacher Ryan P. Moewes ist schwer krank und braucht dringend Hilfe. Ryan hat bei seiner Geburt am 23. Juli 2019 einen Hirnschaden erlitten. "Er hat eine Tetraparese, das ist die Lähmung aller vier Gliedmaßen, also Arme und Beine, Epilepsie und weitere Baustellen", sagt Ryans Mutter Lisa, geborene Hofmann, Tochter des Feuerwehrmanns Robert Hofmann.

Das Tragische und Unverständliche für Ryans Eltern Lisa und Tino Moewes: Dass Störungen vorliegen und dass es bei der Geburt Komplikationen gab, die Herztöne weg waren und der Bub reanimiert werden musste, sei ihnen bei Ryans Entlassung aus dem Krankenhaus nicht mitgeteilt worden. "Das hat unsere Hebamme erst im Arztbrief gelesen und uns darauf hingewiesen", sagt Lisa Moewes. Die Eltern waren wie vor den Kopf geschlagen, als sie die traurige Wahrheit erfuhren. Seitdem versuchen sie alles, um dem Jungen zu helfen, und haben auch rechtliche Schritte gegen das Krankenhaus-Team eingeleitet. Das Glück im Unglück: "Ryan ist zu 100 Prozent körperbehindert, aber geistig fit, wenn auch die Entwicklung verzögert ist", sagt Lisa Moewes und fügt hinzu: "Er spricht nur einige Worte, aber er versteht alles, was man ihm sagt. Er nimmt am Leben teil." Opa Robert Hofmann ergänzt: "Er ist ein glückliches Kind."

Behandelt wird Ryan unter anderem im Sozialpädagogischen Zentrum in Höchst und zweimal im Jahr zwei Wochen mit der Nart-Therapie in Bremen. Hinter der Abkürzung Nart versteckt sich Neuroaktive Reflextherapie, mit der Hirnschäden bei Kindern behoben werden sollen. Massage, funktionelle Bewegungsübungen und Logopädie gehören auch zum Behandlungsprogramm. Große Chancen versprechen sich Ryans Eltern von einer Delfintherapie. Doch diese Anwendung auf der Karibik-Insel Curaçao kostet 15 000 Euro. Lisa und Tino Moewes haben etliche Erfolgsberichte von der Delfintherapie gehört. Ryan ist für diese Therapie in der Karibik angemeldet, aber erst muss dafür Geld gesammelt werden, denn die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht.

Die Sulzbacherin Paulette Erbskorn hat von der Krankheit des kleinen Ryan gehört und spontan einen Spendenaufruf in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis gestartet. Lisa Moewes nennt das Spendenkonto der Organisation "Delfine therapieren Menschen" mit Sitz in Düsseldorf, die Ryans Behandlung mit der Delfintherapie organisiert: Die IBAN bei der Stadtsparkasse Düsseldorf ist DE52 3005 0110 0020 0024 24, BIC: DUSSDEDDXXX. Ganz wichtig ist der Zusatz: "Verwendungszweck Ryan Moewes".

Verwandte, Freunde und Bekannte wollen am Samstag, 24. September, von 17 Uhr an auf der Kleingartenanlage II am Oberliederbacher Weg ein Oktoberfest zugunsten von Ryan veranstalten.

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