+
Spaß beim Sommerschein-Festival.

Hofheim

Einfach nur entspannt

Beim Sommerschein-Festival haben die Gäste und die Organisatoren viel Spaß. „Total friedlich“ sei das dreitägige Rockfestival abgelaufen, bilanziert Fabian Seifert, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Förderkreis Kultur regional“ als Ausrichter.

Von Jöran Harders

Die Festival-Atmosphäre überträgt sich beim Betreten des Geländes ganz von selbst auf die Besucher: Entspannt wirken fast alle, die am Wochenende zum „Sommerschein“ im Sportpark Heide gekommen sind. Und auch die Organisatoren, die sich vor dem Beginn des Festivals immerhin schon vier Tage lang um den Aufbau der Bühne und der Verkaufsbuden und um alle anderen notwendigen Vorbereitungen auf dem Platz gekümmert haben, sind während der Veranstaltung locker und gelassen.

„Total friedlich“ sei das dreitägige Rockfestival abgelaufen, bilanziert Fabian Seifert, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Förderkreis Kultur regional“, der das Sommerschein in diesem Jahr zum 19. Mal ausgerichtet hat. Das ist für ein solches Festival nicht selbstverständlich. Doch die Veranstalter haben konsequent dafür gesorgt, potenziellen Krawallmachern den Wind aus den Segeln zu nehmen. „Gleich zu Beginn haben wir mehrere Besucher ermahnt und ein paar Leute, die sich auch dann nicht benommen haben, nach Hause geschickt“, sagt Seifert.

Stress unerwünscht

So sei von vornherein klar gewesen, dass Stress beim Sommerschein nicht erwünscht sei. Musikalisch sei auch diesmal wieder versucht worden, „etwas für alle Altersklassen“ zu bieten“, wie Seifert betont.

Dass auch junge Gäste beim Festival Spaß haben konnten, bestätigen Ella, Sabika und Marvin. Die drei 15-Jährigen waren zum ersten Mal beim Sommerschein dabei und wollen im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederkommen. Die Bands am Samstag seien „wirklich gut“ gewesen, meint Sabika – und Ella ergänzt: „So ein Festival passt hier echt gut hin.“ Rund 400 bis 500 Besucher zählten die Organisatoren am Freitag; am Samstag seien es etwa 600 bis 800 gewesen, schätzt Fabian Seifert: „2013 hatten wir mehr Gäste, aber der Umsatz war trotzdem sehr gut.“

Das ist für den Verein „Förderkreis Kultur regional“ nicht ganz unwichtig. Denn da das Sommerschein seit seiner Gründung unter dem Motto „umsonst und draußen“ – es wird kein Eintritt erhoben und auch das Zelten auf dem Gelände kostet nichts – steht, sind andere Einnahmen notwendig, um die Unkosten zu decken.

Bands genau so gut wie der Apfelwein

Dafür sorgt der Verkauf von Essen und Getränken während des Festivals. „Zusätzlich organisiert der Verein das ganze Jahr über verschiedene Vorfinanzierungs-Veranstaltungen“, erläutert Förderkreis-Vorsitzender Jacques Uhlemann. Die bekannteste davon ist das Winterschein-Konzert an der Main-Taunus-Schule, dazu kommen kleinere Konzerte im Jazzkeller. Dass es das Sommerschein auch künftig geben muss, darin sind sich die Vereinsmitglieder mit den Stammgästen des Festivals einig. Yeti aus Diedenbergen, der schon so lange zu den Besuchern zählt, wie es das Sommerschein gibt, möchte es auf keinen Fall missen.

Für ihn ist es so eine Art Naherholungsziel: „Die Musik ist da fast schon Nebensache.“ Dabei seien die Bands genau so gut wie der Apfelwein, resümiert Alex; und am Samstag sei die Stimmung zum Abend hin immer besser geworden. Fabian Seifert betrachtet das Organisieren nicht als Arbeit. „Wir haben hier Spaß mit Freunden“, sagt er.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare