Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Simone Deus und Elfriede Zink vom Verein „Nahbarschaft“ begleiten das Pilotprojekt.
+
Simone Deus und Elfriede Zink vom Verein „Nahbarschaft“ begleiten das Pilotprojekt.

Hofheim

Streit um Bauprojekt Klingenborn

  • Kerstin Klamroth
    VonKerstin Klamroth
    schließen

Auf einem Parkgrundstück am Kapellenberg soll ein Mehrgenerationenhaus entstehen. Das Gelände wurde der Stadt geschenkt. Doch entspricht das geplante Projekt am Klingenborn auch dem Schenkungszweck? Darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen.

In das Neubauprojekt „Am Klingenborn“ setzt die Stadt große Erwartungen: Von „innovativem Wohnen“ ist auf der Website der Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) die Rede und von einem „Gegenentwurf zum klassischen Altersheim“. Familien, Alleinerziehende, Senioren und Menschen mit Demenz sollen in dem Mehrgenerationenhaus am Kapellenberg einziehen. In ihrer jüngsten Versammlung haben die Stadtverordneten als Startzeichen den Durchführungsvertrag mit der HWB für das Projekt „Am Klingenborn“ beschlossen. Der Baubeginn könnte sich trotzdem noch verzögern.

Die Stadt möchte das Klingenborn-Projekt auf einem Grundstück bauen, das ihr 1973 von Josefine Schulze-Kahleyß geschenkt worden ist. Die Hofheimerin hat ihre Schenkung seinerzeit mit einer Bedingung verbunden: Alte Menschen sollen an diesem Platz medizinisch versorgt und betreut werden. Darüber, ob das geplante Neubauprojekt diesem Zweck entspricht, gibt es laut Stadtrat Wolfgang Winckler (SPD) jedoch unterschiedliche Auffassungen.

Der Baudezernent teilte auf der Stadtverordnetenversammlung mit, dass es seit 2015 darüber einen Schriftverkehr mit dem Nachlassverwalter gibt. Die Stadt sei guter Dinge, dass ihr Konzept mit dem Schenkungszweck vereinbar ist. Zumindest der Verkauf des Parkgrundstücks an die HWB sei möglich. Die auf dem Grundstück befindliche Villa soll ohnehin in der Hand der Stadt bleiben und eventuell vermietet werden.

Linke stimmt dagegen

Wincklers Statement reichte dem Vertreter der Linken, Bernd Hausmann nicht, der es unsinnig findet, einen Durchführungsvertrag zu beschließen, wenn es noch so viele offene Fragen gibt. Gleich 13 davon hatte er selbst an den Magistrat gerichtet. Unter anderem rügt Hausmann, dass der Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater (CDU) als Notar den Änderungsvertrag zum Klingenborn beurkundet hatte, obwohl er als Parlamentarier die Interessen der Stadt zu vertreten habe. Auch der Preis, zu dem die Stadt das Gelände an die HWB verkaufen wolle, sei mit 500 Euro pro Quadratmeter viel zu hoch, da das Mehrgenerationenhaus als Sozialimmobilie zu bewerten sei und der Quadratmeter somit nur 200 Euro kosten dürfe.

Hausmann stimmte als einziger gegen den Durchführungsvertrag. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Tulatz warf dem Linken vor, er wolle ein zukunftsträchtiges Projekt zerreden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare