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Geschenke für die Tafel.
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Geschenke für die Tafel.

Hofheim

Stofftiere für den guten Zweck

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Das erste Eiszauberfest lockt zahlreiche Besucher in die Hofheimer Innenstadt. Das kommt nicht nur den Geschäftsleuten bei ihrem verkaufsoffenen Sonntag zugute, sondern auch der Hattersheimer-Hofheimer Tafel, die im Chinon-Center ungeliebte Geschenke einsammelt.

Eine ganze Tüte voll mit Stofftieren, Freundschaftsbänder, Parfüm und eine Playmobil-Figur mit Schneepflug – schon am frühen Nachmittag hatten Ottmar Vorländer und Gerd Gröhl einen kleinen Gabentisch beisammen. Wer an Weihnachten Geschenke bekommen hatte, mit denen er oder sie nichts anzufangen wusste, konnte sie gestern zu ihnen ins Foyer des Chinon-Centers bringen. Dort wurden sie noch am Abend zu Gunsten der Hattersheimer-Hofheimer Tafel versteigert.

„Wir wollten mal etwas Neues versuchen“, erklärte Vorländer, Geschäftsführer der Caritas Main-Taunus. Im vergangenen Jahr hatte das Chinon-Center der Tafel noch den größten Einkaufswagen Europas zur Verfügung gestellt, den Kindergärten, Schulen, Unternehmen und Passanten mit rund 1000 Geschenken für bedürftige Kinder füllten. „Das war ein toller Erfolg“, sagt Vorländer. Ganz so groß war die Ausbeute gestern zwar nicht, doch immerhin beteiligte sich auch das Management des Chinon-Centers wieder – diesmal mit einer Spende von 1000 Euro .

„Es ist auch wichtig, dass wir die Tafel im Gespräch halten“, betont Gerd Gröhl. Denn obwohl die beiden Ausgabestellen in Hattersheim und Hofheim inzwischen mehr als 2000 Personen regelmäßig mit Lebensmitteln versorgen, gebe es immer noch Menschen, die nicht glauben wollen, dass so etwas im wohlhabenden Main-Taunus-Kreis überhaupt nötig sei. Gut sei deshalb auch das Signal des Kreistags, den Zuschuss für die Tafeln in Hattersheim und Schwalbach für das kommende Jahr auf 10 000 Euro zu verdoppeln, freut sich Ottmar Vorländer. „Das Geld können wir gut gebrauchen.“

Eine umsatzstarke Zeit

Aber nicht nur anderen, auch sich selbst konnten die Besucher des ersten Eiszauberfestes in der Hofheimer Innenstadt etwas Gutes tun: Die Eisbahn auf dem Kellereiplatz war genauso gut gefüllt wie der Platz am Glühweinstand. Und auch in den Geschäften herrschte reger Betrieb. „Es ist etwas langsam angelaufen“, schildert Bernd Wischert vom Gewerbeverein Industrie Handel Handwerk (IHH), der in der Hauptstraße ein Ledergeschäft betreibt. „Doch seit 14 Uhr ist gut etwas los.“

Die Hofheimer Geschäftsleute haben das Wochenende nach Weihnachten erstmals zu einem verkaufsoffenen Sonntag genutzt. „In den Städten ist das eine umsatzstarke Zeit“, schildert der IHH-Vorsitzende Wischert die Idee dahinter. Geldgeschenke und Gutscheine werden eingelöst, viele Menschen sind froh, mal wieder aus den eigenen vier Wänden herauszukommen.

Um ihnen etwas zu bieten, gab eine Gospelgruppe an verschiedenen Plätzen in der Innenstadt kleine Ständchen, auf der Eisbahn konnten Mutige beim „Lattl-Cup“ antreten und im Chinon-Center hielt ein Moderator von Antenne Frankfurt die Passanten bei Laune.

Allerdings gibt es nicht nur gute Nachrichten: Wie Bernd Wischert gestern bestätigte, wird es 2015 keinen Wäldchestag in Hofheim mehr geben. Weil dem Versuch, es auf einen Samstag zu verschieben, kein Erfolg beschieden war, wird das Traditionsfest nun endgültig eingestellt. Als Ersatz ist ab 2016 ein Altstadtfest geplant, das jeweils am letzten April-Wochenende das bisherige Frühlingsfest und den Wäldchestag zusammenfassen soll. Im kommenden Jahr will der IHH die Vereine, die bislang am Wäldchestag aktiv waren, bei seinem Frühlingsfest „mit ins Boot holen“, so Wischert.

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