Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Stadtmitte viel teurer als geplant

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
    schließen

Eschborn Investor muss sechs Millionen Euro mehr zuschießen / Bau erst im Herbst fertig

Private Häuslebauer hätten wohl schon das Handtuch geworfen: Um satte 40 Prozent verteuert sich der Bau der "Neuen Stadtmitte" in Eschborn. Statt der geplanten 14 Millionen wird der Gebäudekomplex, der momentan gegenüber dem Rathaus hochgezogen wird, am Ende knapp 20 Millionen Euro kosten. Die Fertigstellung ist nun für Mitte September angekündigt. Ursprünglich sollten die ersten Mieter bereits im April einziehen.

Die Kostenexplosion für die Neue Stadtmitte hat den Investor unvorbereitet getroffen. Henry Faktor spricht von einer "schweren und stressigen Zeit" und gibt gegenüber der Frankfurter Rundschau unumwunden zu: "Es ist mehr als peinlich, dass die Kosten in Eschborn derart aus dem Ruder gelaufen sind." Faktor hat einen Teil seines Management-Teams für Eschborn ausgetauscht und in den letzten Wochen mit der Taunussparkasse über zusätzliche Geldmittel verhandelt. Währenddessen wurde auf der Großbaustelle im Stadtzentrum nur in reduziertem Umfang gearbeitet. Nun sei man auf der Zielgeraden, heißt es. Ein paar Unterschriften fehlten noch, dann fließe das Geld. "Anfang nächster Woche kann weitergearbeitet werden."

Warum die neue Stadtmitte so viel teurer wird als geplant? Traudl Ziegler, die Projektentwicklerin, die sich vor allem um die Vermarktung kümmert, erklärt das so: Etwa die Hälfte der Preiserhöhung gehe auf das Konto von Qualitätsverbesserungen.

Der lange und sehr kalte Winter habe die Bauarbeiten außerdem über Monate hinweg erschwert. Mit dem Innenausbau konnte entsprechend erst spät begonnen werden. Und ein paar "Überraschungen" habe es auch noch gegeben. Welche das waren, will Ziegler nicht sagen, Nur so viel: "Wir haben jetzt alles im Griff."

Dass die meisten Mieter erst gut vier Monate später als ursprünglich geplant, Läden, Büros und Wohnungen in der Stadtmitte beziehen können, mache denen nichts aus. Für die Geschäftsleute sei Mitte September ohnehin der bessere Zeitpunkt für die Eröffnung. "In den Sommerferien ist ja nicht viel los."

Der erste Mieter, ein Sicherheitsunternehmen, ist bereits in der Neuen Stadtmitte eingezogen. Auch die Mietverträge für die übrigen Flächen sind unter Dach und Fach. Neben einem Blumenladen, einem Reisebüro und einer Änderungsschneiderei werde auch das Bad Sodener Café Merci eine Filiale in Eschborn eröffnen. Außerdem hätten sich ein Friseur- und Kosmetikgeschäft, ein Obst- und Feinkostladen sowie ein Geschäft, das Bio-Burger verkauft, in der Neuen Stadtmitte eingemietet.

In der Chefetage des Eschborner Rathauses herrscht trotz erhöhter Baukosten und verzögerter Fertigstellung keine Panik. "Das steht alles auf einem sicheren Fundament", gibt sich Ralf Wagner, Referent von Bürgermeister Wilhelm Speckhardt, (CDU) gelassen.

Ob und wann mit der geplanten "kleinen Erweiterung" der Stadtmitte begonnen werde, sei offen. "Auch dafür brauchen wir einen Investor."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare