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Eine Etappe des Wanderwegs: der Atzelbergturm.
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Eine Etappe des Wanderwegs: der Atzelbergturm.

Wanderweg

Auf der Spur des Schinderhannes

Mörder oder Robin Hood? Ein neuer Wanderweg auf den Spuren des Schinderhannes verbindet die Kreise Main-Taunus und Hochtaunus. Die Landräte Ulrich Krebs und Michael Cyriax starten gemeinsam zur Premieren-Tour

Von Steffen Boberg

Ob den Wanderern klar ist, worauf sie sich einlassen? „Wildtollwut! Gefährdeter Bezirk“, warnt ein Schild am Parkplatz Nachbarwald. Auch rund 211 Jahre, nachdem der Schinderhannes im Taunus sein Unwesen getrieben hat, ist die Gegend also nicht ungefährlich. Rund 60 Interessierte lassen die Warnung aber links liegen. Sie sind gekommen, um bei der Wanderung zur Einweihung des Taunus-Schinderhannes-Steigs dabei zu sein.

Im Januar hatte der Deutsche Wanderverband den Weg mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. 38 Kilometer ist die Strecke, die in Kelkheim beginnt und im Weiltal endet, insgesamt lang. Zur Premiere geht es einen 6,5 Kilometer langen Abschnitt von Glashütten-Schloßborn auf den Atzelberg hinauf. Hochtaunuskreis-Landrat Ulrich Krebs (CDU) marschiert vorneweg. „Der neue Wanderweg macht die Region aktiver und lockt mehr Tagestouristen aus der Stadt an“, sagt der 45-Jährige, der die Wandergruppe in seiner Funktion als Vorsitzender des Naturparks Taunus anführt.

Für die Zertifizierung des Weges mussten bestimmte Kriterien erfüllt werden. „Schilder, Ruhebänke oder natürliche Stille im Wald waren vorgeschrieben“, erklärt Kjell Schmidt, stellvertretender Leiter der Geschäftsstelle des Naturparks. Abschnitte des schon vorhandenen Schinderhannespfades, der sich 184 Kilometer durch den Taunus erstreckt, wurden für den neuen Weg verlegt und angepasst. 17 000 Euro hat die Taunus Sparkasse dafür gespendet. Die Gesamtkosten für den Schinderhannes-Steig schätzt Ulrich Krebs auf rund 30 000 Euro. In Zukunft könnten noch weitere Abschnitte des Schinderhannespfades zertifiziert werden – wenn sich Sponsoren finden lassen.

Die Eröffnungstour führt am Weiherbach entlang, an der Neumühle vorbei und schließlich über die Grenze vom Hochtaunuskreis in den Main-Taunus-Kreis. Auf den letzten eineinhalb Kilometern rauf auf den 507 Meter hohen Atzelberg wird es für manche ziemlich anstrengend. „Die Strecke ist landschaftlich anspruchsvoll“, sagt der Landrat des Main-Taunus-Kreises Michael Cyriax (CDU). „Wanderer erwarten eine ordentliche Beschilderung, Qualität und Abwechslung. Das können wir jetzt mit dem Schinderhannes-Steig bieten.“

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