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Punktespringen der Prüfung Klasse L.
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Punktespringen der Prüfung Klasse L.

Hofheim

Sportlich, aber familiär

Spitzensportler und Reiter-Nachwuchs messen sich bei den „Wallau Classics“.

Von Jöran Harders

Reiter denken nicht zuerst an schwedische Möbel, wenn sie den Namen Wallau hören. Ein kleiner Verein hat dafür gesorgt, dass Pferdefreunden der Name des Hofheimer Stadtteils ein Begriff ist. „Die ,Wallau Classics‘ waren, als wir den Wettkampf vor rund 20 Jahren zum ersten Mal ausgerichtet haben, ein kleines Hofturnier für Reiter aus der Region“, erzählt Katharina Voss vom Reiterverein Wallau.

Doch im Laufe der Jahre ist die Veranstaltung zu einem Springturnier mit großer überregionaler Bedeutung angewachsen. Die Teilnehmer kommen mittlerweile nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus dem benachbarten Ausland. „Es ist ein sehr sportliches Turnier mit anspruchsvollen Prüfungen“, stellt Voss fest.

Höhepunkt und Abschluss des viertägigen Wettkampfs ist der „Große Preis von Wallau“ – eine von fünf Springprüfungen des Turniers in der für Pferde und Reiter schwierigsten Klasse S. Doch obwohl man im Verein stolz darauf ist, dass es bei den „Wallau Classics“ Spitzensport auf hohem Niveau zu sehen gibt, ist den Veranstaltern die Förderung des Nachwuchses genau so wichtig. „Nach wie vor kann bei dem Turnier jeder mitmachen, vom Anfänger bis zum Könner“, betont der Vorsitzende des Reitervereins, Harwig Kurz. Genau das mache den familiären Charakter der Veranstaltung aus, der von den Besucher nicht weniger geschätzt werde als die sportlichen Leistungen.

Nicht nur junge Reiter können bei den „Wallau Classics“ an der Seite von geübten Profis ihre ersten Turniererfahrungen sammeln, auch für manche Pferde ist der Wettkampf die erste Gelegenheit ihr Können zu zeigen. Das sei gerade für Züchter wichtig, die am Rande des Turniers Kontakte zu potenziellen Käufern knüpfen könnten, wie Katharina Voss anmerkt.

Mit einem noch unerfahrenen Pferd ist Franziska Baum-Gundlach zum Springen angetreten und hat es bis ins Finale geschafft. „Ich mache mir keine Hoffnung auf eine gute Platzierung, aber für das Pferd war es eine gute Übung“, sagt Baum-Gundlach. Die Wallauerin gehört zu den Vereinsmitgliedern, die auch selbst bei den „Wallau Classics“ gestartet sind. Mit dabei ist auch die zum Teil international recht erfolgreiche Jugend des Reitervereins – etwa der erst 13 Jahre alte Denis Schörnig.

Doch nicht alle der rund 100 Vereinsmitglieder reiten mit sportlichem Ehrgeiz. „Für mich ist das Reiten einfach ein schöner Ausgleich zu meinem anstrengenden Berufsalltag“, erklärt Voss. Knapp die Hälfte der Mitglieder des Reitervereins seien regelmäßig bei Turnieren dabei.

Jede helfende Hand wird gebraucht

Für die Organisation der „Wallau Classics“ wird im Reiterverein jede helfende Hand gebraucht. Schon vor Weihnachten wird mit der Vorbereitung der Veranstaltung begonnen. „Dass so ein kleiner Verein ein so großes Turnier ausrichtet, ist eigentlich ein Wunder“, sagt Katharina Voss. Vor allem müssten immer wieder Sponsoren gewonnen werden. „Die ,Wallau Classics‘ kosten an die 40 000 Euro. Das wäre mit Startgeldern allein niemals zu finanzieren.“

Trotz der aufwendigen Großveranstaltung gibt es allerdings auch noch ein Vereinsleben neben den „Wallau Classics“. Das reicht von Lehrgängen oder Vereins-Springstunden bis zum gemeinsamen Kochen, zum Grillabend, zum Osterbrunch oder zur Weihnachtsfeier. So kommen laut Voss nicht nur die Springreiter im Reiterverein auf ihre Kosten.

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