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Schüler im Projekt „Laufend schlauer werden“ an der Heiligenstockschule.
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Schüler im Projekt „Laufend schlauer werden“ an der Heiligenstockschule.

Hofheim

Sport macht schlau

Ein Projekt erforscht die Auswirkungen des Turnunterrichts auf die Konzentrationsleistung.

Von Giuseppe Rondinella

Im Dienste der Wissenschaft treiben zwei Grundschulklassen der Heiligenstockschule seit vier Jahren Sport. Standweitsprung, Liegestütze, Situps und Koordinationsaufgaben – das alles steht regelmäßig auf dem Plan der 40 Jungen und Mädchen. Seit 2010 nimmt die Schule am bundesweiten Schulsportprojekt „Laufend schlauer werden“ teil, einer Initiative für täglichen Schulsport. Die teilnehmenden Kinder der Marxheimer Grundschule haben deshalb statt der üblichen drei fünf Schulstunden Sport pro Woche.

Die Heiligenstockschule war die erste hessische Bildungseinrichtung, die in das Projekt aufgenommen wurde. Zwölf Studenten der Deutschen Sporthochschule in Köln, die das Projekt seit 2012 wissenschaftlich begleiten, waren jetzt in der Grundschule, um die Kinder ein letztes Mal zu untersuchen. 2012 ermittelten die Forscher bereits Zwischenwerte. Die endgültigen Ergebnisse stehen noch aus. Den Kölnern geht es um die Frage, ob zusätzlicher Sport in der Schule die Konzentrationsleistung steigern kann. Die Ergebnisse der Untersuchung von 2012 scheinen dies zu bestätigen. Neben der verbesserten Ausdauerleistung und der gesteigerten Kraftfähigkeit, verbesserte sich auch das Ergebnis bei den standardisierten Konzentrationstests. Die Werte waren signifikant besser als bei den acht Kontrollgruppen, die sich auf Schulen in ganz Deutschland verteilen.

Für Kerstin Graf, stellvertretende Schulleiterin an der Heiligenstockschule und zuständige Projektleiterin, ist der Befund eindeutig. „Zusätzlicher Sport beeinflusst die Konzentration der Kinder enorm“, sagt die Mathelehrerin. Sie baut Bewegung deshalb auch in ihren Unterricht ein. Hilfreich sei das beispielsweise in Mathe, wenn die Kinder beim Kopfrechnen Zahlen mit dem Körper darstellen sollen.

„Kinder lernen über den Körper“, sagt Graf. „Wenn sie sich im Raum orientieren, sich bewusst machen, wo vorne und wo hinten ist, fällt ihnen das Addieren und Subtrahieren leichter.“ Die Lehrer der Marxheimer Grundschule haben für solche Unterrichtsmethoden extra an zahlreichen Fortbildungen teilgenommen – alle mit dem Ziel mehr Bewegung in den Unterricht einzuflechten.

Die Kosten für das Projekt „Laufend schlauer werden“ haben die Techniker-Krankenkasse, die Handball-Initiative Rhein-Main in Zusammenarbeit mit der Süwag und der Verein „Klasse in Sport“ übernommen, der das Modellprojekt initiierte. Den Rest zahlt die Schule aus eigener Tasche. Und weil das Projekt so erfolgreich ist, will die Heiligenstockschule es nun auf die fünfte Klasse an der Förderstufe ausweiten.

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