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Andrea Schulte vom Vorstand des Museumsvereins und Museumspädagogin Marianne Bopp spielen vor dem neuen Möbelstück.
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Andrea Schulte vom Vorstand des Museumsvereins und Museumspädagogin Marianne Bopp spielen vor dem neuen Möbelstück.

Kelkheim

Spielemöbel fürs Museum

  • VonUlrich Gehring
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Der Lions-Club stiftet ein neues Unikat aus Holz für das Museum Kelkheim. Zieht man die Kisten aus dem Möbel hervor, kommen Spiele und Sachen für jüngere Kinder zum Vorschein.

Das Museum Kelkheim besitzt seit dieser Woche ein neues Meisterstück: Das Möbel ist so speziell, dass es keine gängige Bezeichnung dafür gibt. Schreiner Manfred Swoboda aus Fischbach hat das schrankartige Teil gefertigt, das in einem massiven taubenblau gestrichenen Rahmen vier Reihen gleichfalls sehr stabil gebauter Holzkisten aufnimmt.

Als „Kommode“, wie es noch im Einladungstext hieß, wollte es gestern bei der Übergabe niemand bezeichnen. Kommoden sind als Schrankmöbel mit Schubladen definiert. Das Kelkheimer Möbel ist aber flexibler als ein Schrank und geschlossener als ein Regal – ein Unikat eben. Vielleicht ruft Museumspädagogin Marianne Bopp demnächst ja einen Namenswettbewerb für den Kinderkasten aus. Dieser steht übrigens auf Rollen, ein Fingerzeig in Richtung des erhofften Museumsumzugs.

Ans Museum übergeben wurde das gute Stück vom Lions-Club Kelkheim, gestern vertreten durch den derzeitigen Präsidenten Wilfried Racke und zwei Mitstreiter. Der Club hat für die Schreinerarbeit samt Kisteninhalten 2000 Euro springen lassen. Nach Einrichtung der Kinderwerkstatt mit historischer Hobelbank und dem Einrichtungs-Lernspiel, bei dem Kinder den Aufriss eines historischen Kelkheimer Hauses mit Jugendstil- oder selbst erfundenen Möbeln ausstatten können, ist dies die dritte Spende, mit der der Lions-Club die Nachwuchsarbeit des Museums unterstützt.

Zieht man die Kisten aus dem Möbel hervor, kommen Spiele und Sachen für jüngere Kinder zum Vorschein, ein Männchen aus bunten Holzringen etwa, Bauklötze, geschreinerte Malbretter. Alles augenscheinlich hochwertig und manchmal auch für Erwachsene attraktiv.

Der Bedarf an dem Spezialmöbel fürs Museum hat sich aus der Praxis heraus ergeben. Marianne Bopp, selbst Mutter von drei Kindern, will „dass das Museum auch für jüngere Kinder über die ersten fünf Minuten hinaus noch spannend bleibt“. Eltern erhalten so die Chance, sich doch einmal in eine Ausstellung zu vertiefen. Auch wenn bei Museumsbesuchen von Schulklassen einzelne Gruppen mit ihren „Forschungen“ schneller fertig sind als andere, bietet das Holzspielzeug in dem neuen Möbel interessante Beschäftigungsanreize, mit denen sich mal eine Weile Leerlauf überbrücken lässt.

Kelkheims Grundschulen sind Fördermitglieder des Museums und schauen mit ihren dritten Klassen alljährlich vorbei. Hinzu kommen Kindergärten, Ferienspiel- und Betreuungsgruppen, sowie Geburtstagskinder mit Freunden. Am ersten Samstag im Monat lädt Marianne Bopp zum Museumsspaß, bei dem Eltern zwischen 11 bis 12.15 Uhr ihre Grundschulkinder zu jahreszeitlichen Basteleien vorbeibringen können. Am 6. Februar sollen dabei selbst entworfene Faschingsmasken aus Holz entstehen.

Ins Umfeld hinaus führen im ersten Halbjahr zwei weitere pädagogische Angebote: Eine Taschenlampenführung erzählt von den Rittern von Hornau, Treffpunkt ist am Freitag, 4. März, 18 Uhr an der Alten Kirche. Und schon zum dritten Mal dürfen Kinder am Muttertag (Sonntag, 8.Mai) ab 15 Uhr ihren Müttern Interessantes zur Geschichte des Zauberbergs erläutern. Treffpunkt: Robert-Koch-Straße 116.

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