Viel Platz für die frechen Spatzen

Hofheim Das Kinder- und Familienhaus in der Fichtestraße feiert ein Neubaufest

Die Kinder, die das Haus bald in Besitz nehmen sollen, waren leider unpässlich. „Wir hatten eigentlich eine kleine Aufführung vorbereitet“, berichtet Julia Remsperger, „nur sind bis auf die drei Kinder, die da hinten spielen, im Moment alle krank.“

Remsperger, die das Kinder- und Familienhaus Nord leiten wird, konnte die vielen Neugierigen, die am Freitagnachmittag zum Neubaufest gekommen waren, beruhigen. Die Kinder kennen das Haus alle schon. „Wir kommen regelmäßig her von unserem Übergangs-Gruppenraum in der Hauptstraße und die Kinder sind immer begeistert, was sich auf der Baustelle schon wieder getan hat.“

Die 15 „Frechen Spatzen“, so heißt die altersgemischte Gruppe, die im Marxheimer Spatzenhaus nicht mehr unterzubringen waren, dürfen im Sommer ihr neues Domizil beziehen. Das scheint ziemlich sicher, denn es geht gut voran auf der Baustelle. Das Dach ist drauf, die Außenwände sind verputzt, der größte Teil der Technik ist auch schon drin.

Extra-Räume für jede Gruppe

Die frechen Spatzen können sich schon mal freuen auf eine ziemlich luxuriöse Unterkunft mit Fußbodenheizung, großen Fenstern, mit kleinen Extra-Räumen, in die sie sich zurückziehen können, und mit eigenem Bad für jede der künftig drei Gruppen, die alle altersgemischt mit Krippen- und Kindergartenkindern besetzt sein werden. Das ist die ausgleichende Gerechtigkeit für ein recht kleines Außengelände – das Grundstück in der Fichtestraße im Hofheimer Norden ist eng umbaut.

1,8 Millionen Euro kostet das Kinder- und Familienhaus, die Stadt bezahlt 700000, der Rest kommt durch Zuschüsse rein. Das berichtete Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) in einer kurzen Ansprache. Sie verriet auch, wie es zur Erfindung der Festvariante Neubaufest gekommen war. „Richtfest wäre kurz vor Weihnachten gewesen, da hatten sicher alle anderes zu tun, aber ich finde das gut, jetzt kann man schon viel mehr sehen.“ Bauherrin und Besitzerin ist die Hofheimer Wohnungsbau Gesellschaft, die Stadt mietet die Räume an und stellt sie dem Kita-Träger zur Verfügung, dem Verein zur Förderung demokratischer Jugendarbeit- und Jugendbildung.

Warum das neue Gebäude Kinder- und Familienhaus heißen wird und nicht einfach Kita, konnte die künftige Leiterin aufklären. „Das heißt, dass wir uns zum Stadtteil hin öffnen werden“, sagte Julia Remsperger. „Wir schließen nicht vorne die Tür zu und schotten uns ab, sondern wollen zu einem Anlaufpunkt für die Familien im Viertel werden.“ Der Mehrzweckraum stehe zum Beispiel auch für Schwangerschaftsgymnastik zur Verfügung. (oh.)

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