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Die Bürgersolaranlage auf dem Feuerwehrhaus in Okriftel.
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Die Bürgersolaranlage auf dem Feuerwehrhaus in Okriftel.

Bürgersolaranlage

Sonnenstrom aus Okriftel

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Die Bürgersolaranlage auf dem Dach des Feuerwehrhauses Okriftel ist seit Kurzem am Netz. Die Stadt ist sehr zufrieden mit der Resonanz. Von Andrea Rost

Auf dem Dach des Feuerwehrhauses in Okriftel liegt seit wenigen Wochen wertvolles Gut. Die Wallauer Firma Geckologic hat dort Ende 2008 eine Solaranlage installiert. 120 000 Euro haben die hochmodernen und besonders leichten Module gekostet, finanziert haben sie zwei Dutzend Bürger aus Hattersheim und dem Main-Taunus-Kreis, ein paar Anteile hält die Wallauer Herstellerfirma selbst. Ans Netz gegangen ist die erste Bürgersolaranlage der Mainstadt bereits im Dezember, offiziell in Betrieb genommen wird sie am heutigen Freitag.

Hattersheims Erste Stadträtin und Umweltdezernentin Karin Schnick (Grüne) ist mit der Resonanz aus der Bevölkerung zufrieden. Zuletzt habe die Anlage sogar erweitert werden müssen, weil das Interesse so groß war, sagte sie der FR. Reinhard Rühl von Geckologic weiß von Hattersheimern, die Anteile an der Photovoltaikanlage kaufen wollten, aber keine mehr bekamen. "Ich gehe davon aus, dass wir demnächst ein neues Projekt in Angriff nehmen werden", sagt er. In Planung seien Bürgersolaranlagen auch in Schwalbach, Kelkheim und Kriftel. Zwei Anlagen gibt es in der Kreisstadt Hofheim.

Im Reigen der zwölf Städte und Gemeinden des Main-Taunus-Kreises steht Hattersheim bei Solarenergie ganz vorne. Mehr Kilowatt pro Einwohner - die Messgröße bei Solarstrom - erzeugt nur Flörsheim. Was kein Kunststück ist, denn auf der Wickerer Deponie steht die mit Abstand größte Photovoltaikanlage im Kreis. Sie hat eine Spitzenleistung von 440 Kilowatt.

Die neue Hattersheimer Bürgersolaranlage nimmt sich dagegen mit 25 Kilowatt Spitzenleistung bescheiden aus. Sechs Vier-Personen-Haushalte kann sie aber locker ein Jahr lang mit Strom versorgen. 13 500 Kilogramm des Treibhausgases Kohlendioxid würden der Umwelt jedes Jahr erspart, rechnet Reinhard Rühl vor.

In seinem Stadtgebiet hat Hattersheim auch noch weit größere Anlagen zu bieten: 29 Kilowatt Spitzenleistung hat eine Solaranlage auf dem Dach eines Bauernhofes in Eddersheim, 108 Kilowatt liefert das Solardach des Edeka-Marktes auf dem ehemaligen Nestlé-Gelände. Auf dem Dach der Sporthalle am Karl-Eckel-Weg sind 49 Kilowatt Spitzenleistung installiert.

Karin Schnick will künftig auch Gewerbetreibende in der Stadt dazu animieren, in Solarstrom zu investieren. Im Bebauungsplan für das Sarotti-Gelände ist das bereits fest eingeplant: Alle Flachdächer müssen entweder mit Sonnen-Kollektoren ausgestattet oder begrünt werden.

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