1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Taunus-Kreis

DRK sieht neue Kita als "Glücksfall"

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Mit der Kita am Schwimmbad steigt das Kelkheimer Rote Kreuz erstmals in die Kinderbetreuung ein. Im August sollen 75 Kinder das neue Domizil mit Leben füllen. Von Jöran Harders

Von JÖRAN HARDERS

Der neue Kindergarten soll die Lücke schließen. Denn bisher, so betonte der Vorsitzende des Kelkheimer Roten Kreuzes, Martin Menke, beim gestrigen Neujahrsempfang der Ortsvereinigung, gab es beim DRK zwar Spiel- und Betreuungsgruppen für bis drei Jahre alte Kinder und mit dem Jugendrotkreuz ein Angebot für die über Sechsjährigen, aber die Kindergartenkinder sind bisher in der Familienarbeit des Vereins nicht vorgekommen.

So sei der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom November 2008, dem DRK die Trägerschaft der Kindertagesstätte, die zurzeit in der ehemaligen Sommerumkleide des Freibads gebaut wird, ein Glücksfall gewesen. Im August soll die Kita eröffnet werden, die auf rund 400 Quadratmetern Platz für 75 Kinder bietet. Insgesamt soll es dort drei Gruppen geben. Den Eltern bleibt dabei die Wahl, ob ihre Kinder nur am Vormittag in der Kita bleiben sollen oder ob eine Betreuung bis 14 oder 17 Uhr gewünscht wird.

Schon jetzt können drei bis sechs Jahre alte Kinder bei der Stadtverwaltung für den neuen Kindergarten angemeldet werden. Die Einrichtung in der Lorsbacher Straße soll nach dem pädagogischen Leitbild des Deutschen Roten Kreuzes geführt werden, erklärte Menke. "In der Gruppe hat das Kind Erlebnis- und Lernräume, die über die Familie hinausgehen. Für die Entwicklung von Kindern haben sich altersgemischte Gruppen bewährt und als besonders vorteilhaft erwiesen", so der DRK-Vorsitzende.

"Die Stadt hatte das Gebäude, und wir haben das Konzept", beschrieb Martin Menke die Kooperation zwischen Stadt und Verein, die mit der Unterzeichnung der Trägervereinbarung im Dezember 2008 besiegelt wurde. Etwa eine Million Euro wird der Ausbau des Sommerumkleide-Gebäudes, das inzwischen vollständig entkernt ist, kosten. Zurzeit läuft auch der Auswahlprozess für die Belegschaft der Kindertagesstätte. Schon jetzt seien eine Reihe von Bewerbungen eingegangen.

Gegen die Überalterung

Begrüßt wurde der Neubau auch von der Kinder- und Jugendreferentin des hessischen DRK-Landesverbandes, Rita Göhring. "Kinder, die in Kitas oder Krippen betreut werden, haben später bessere Bildungschancen und bessere Schulnoten", meinte Göhring.

Ein gutes Kinderbetreuungsangebot könne auch helfen, die Überalterung der Bevölkerung aufzuhalten. "Wenn wir nichts dagegen tun, wird Deutschland in 30 Jahren die älteste Bevölkerung der Welt haben."

In Kelkheim ist der Bedarf an Kindergartenplätzen derzeit größer als das Angebot. Für 2009 werden 165 Kindergartenkinder keinen Betreuungsplatz bekommen; außerdem fehlen 680 Krippenplätze. Den Betrieb der Kindertagesstätten wird die Stadt in diesem Jahr mit mehr als vier Millionen Euro bezuschussen.

Auch interessant

Kommentare