1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Taunus-Kreis

Schwefelquelle sprudelt wieder

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andrea Rost

Kommentare

Das Wasser in Bad Weilbach ist wieder keimfrei.
Das Wasser in Bad Weilbach ist wieder keimfrei. © Martin Weis

Wochenlang war die Schwefelquelle, deren Wasser bei der Behandlung von Haut- und Atemwegserkrankungen helfen soll, gesperrt. Nun plätschert sie wieder. Das Wasser soll künftig einmal im Monat auf Schadstoffe untersucht werden.

Es riecht wie immer nach Schwefel in Bad Weilbach, und das Wasser plätschert seit Ende vergangener Woche wieder aus dem Brunnen unterm gusseisernen Pavillon inmitten der weitläufigen Parklandschaft.

Weil Fachleute Verunreinigungen festgestellt hatten, war die Schwefelquelle, deren Wasser helfen soll bei der Behandlung von Haut- und Atemwegserkrankungen, zuvor wochenlang gesperrt. Dass die Landwirtschaft in unmittelbarer Nähe zum Brunnen für die Bakterien, die sich im Wasser fanden, verantwortlich sein könnte, schließen Fachleute mittlerweile aus.

Vielmehr werde ein Auslöser im unmittelbaren Umfeld der Quelle angenommen, teilt Stadtsprecher Andreas Wörner mit. So könnten sich beispielsweise Erreger von der maroden Quellenfassung gelöst haben und mit versickerndem Regenwasser direkt in die Quelle gelangt sein. Da das theoretisch wieder passieren kann, lässt die Stadt das Wasser der Weilbacher Schwefelquelle ab sofort nicht nur einmal im Quartal, sondern monatlich untersuchen.

Sanierung der Quellenfassung

Parallel dazu arbeiten Experten an einem Plan zur Sanierung der Quellenfassung. Es sei Ziel, die Quelle auf Dauer ohne Einschränkung für die Bürger zu erhalten, betont Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD).

Als eines von ganz wenigen Kurbädern aus dem frühen 19. Jahrhunderten ist Bad Weilbach heute noch als geschlossenes Ensemble erhalten. Die Quelle wurde 1783 vom Mainzer Kurfürsten Friedrich C. J. von Erthal gefasst und für Heilzwecke zugänglich gemacht. Seit 2009 sind Park und Gebäude von den Vereinten Nationen als besonders schützenswertes Kulturgut gekennzeichnet. Im Kriegsfall dürften sie gemäß der Haager Konvention nicht zerstört werden.

Auch interessant

Kommentare