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Am Ende gab’s doch einen Händedruck zwischen Alexander Immisch (r.) und Dennis Seeger.

Wahlen in Schwalbach

Schwalbach: Wahlsieg gegen den Trend

Alexander Immisch ist künftig der einzige SPD-Bürgermeister im Main-Taunus-Kreis.

Wenn Alexander Immisch am 7. Juni sein neues Amt als Bürgermeister von Schwalbach antritt, dann wird er der einzige SPD-Rathauschef im ganzen Main-Taunus-Kreis sein. Sein Wahlsieg am Sonntagabend war ein Sieg gegen den Trend. Denn in den vergangenen Jahren wurden SPD-Amtsinhaber reihenweise abgewählt – von Renate Wolf in Sulzbach über Antje Köster in Hattersheim bis zu Michael Antenbrink in Flörsheim. In Hofheim trat die langjährige SPD-Rathauschefin Gisela Stang im vergangenen Jahr nicht mehr an. Der Kandidat der Sozialdemokraten, Bernhard Köppler, war gegen CDU-Mann Christian Vogt chancenlos.

In Schwalbach, das im konservativen Main-Taunus-Kreis mit der Heimatstadt von Hessens SPD-Chefin Nancy Faeser als sozialdemokratische Hochburg gilt, war deshalb keineswegs sicher, dass Alexander Immisch die Wahl gewinnen würde. Der 46-jährige stellvertretende SPD-Fraktionschef wurde zwar bereits vor knapp einem Jahr als Kandidat präsentiert, nachdem Christiane Augsburger nach zwei Amtszeiten eine dritte Kandidatur ausgeschlossen hatte. Alexander Immisch ist seit vielen Jahren im Schwalbacher Stadtparlament aktiv. Der breiten Öffentlichkeit war er aber eher als Vereinsmitglied oder aus dem Elternbeirat bekannt, weniger als Kommunalpolitiker.

Deshalb war die Freude bei den Genossen am Wahlabend groß, auch wenn die Schar der Gratulanten wegen der Corona-Pandemie mehr als überschaubar war. Mit dabei war Noch-Amtsinhaberin Christiane Augsburger. „Unwirklich“ sei der Wahlabend gewesen, ohne Umarmungen und Händeschütteln, berichtete sie der FR. Über den Wahlsieg ihres Parteikollegen habe sie sich sehr gefreut, sagte die 59-Jährige. „Alexander Immisch hat einen sehr engagierten Wahlkampf geführt, er ist kommunalpolitisch erfahren und unglaublich fleißig.“

Alexander Immisch nannte im Gespräch mit der FR mehrere Projekte, die er als neuer Schwalbacher Bürgermeister anpacken will, die Planungen hat er bereits als Stadtverordneter mitbegleitet. „Das dritte Schulkinderhaus an der Geschwister-Scholl-Schule sollte bis Herbst fertig werden, wir brauchen mehr Mobilität für ältere Menschen in der Stadt, und die evangelische Limesgemeinde könnte zum Familienzentrum werden“, zählt er auf. Mittelfristig gelte es zudem, die Planungen für die Erweiterung der Feuerwehr auf dem Bauhof-Gelände voranzutreiben und den unteren Marktplatz umzugestalten. Einen Grundsatzbeschluss hat das Parlament dazu bereits gefasst.

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