Schwalbach

Umweltfreundliche Hundekotbeutel in Schwalbach

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Ordnungsamt setzt neues Material ein. 300 000 Tüten werden jährlich genutzt.

Jahr für Jahr werden etwa 300 000 Hundekotbeutel aus den insgesamt 29 im Schwalbacher Stadtgebiet verteilten Dog-Stationen gezogen. Das ist erst einmal eine gute Zahl, zeigt sie doch, dass sich die Herrchen oder Frauen verantwortungsbewusst um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner kümmern. Doch diese immense Zahl bedeutet auch, dass eine Menge Plastikmüll entsteht. Denn die gefüllten Tütchen, so die Stadt, landen nicht immer da, wo sie hingehören, nämlich im nächsten Mülleimer. Stattdessen finden sie oft genug ihren Weg auf Wiesen oder ins Gebüsch.

Nun hat das Ordnungsamt für dieses Problem eine Lösung gefunden. Fortan wird es auf ein Produkt aus 100 Prozent recycelter Altfolie setzen. Für die Herstellung der Tüten wird kein zusätzliches Kunststoffgranulat oder Öl verwendet, stattdessen werden Abfallfolien recycelt. Lange Transportwege fallen ebenfalls weg, da die Produktion in der EU erfolgt.

Einen Nachteil hat das Produkt: Die Beutel gibt es derzeit nur in einem dunkelgrauen Farbton, so dass achtlos in die Landschaft geworfene Tüten nicht mehr so stark auffallen.

Nicht in Frage kamen – nach einigen Testläufen hauseigener Hundehalter – Papiertüten, die nicht nur unhandlich beim Mitführen sind, sondern auch schnell durchweichen. Und auch CO2-neutrale Plastiktüten aus Zuckerrohr wurden nicht genommen, da der Anbau von Zuckerrohr auf Rodung von Urwald basiert und ein Transport von Brasilien oder Kolumbien nach Europa alles andere als klimafreundlich ist. 

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