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Plakate pflastern derzeit die Wege in Schwalbach.
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Plakate pflastern derzeit die Wege in Schwalbach.

Schwalbach Bürgermeister-Wahl

Streit um Stilfragen

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Am 16. Februar wählen die Schwalbacher ein Stadtoberhaupt: Die Programme von Amtsinhaberin Christiane Augsburger (SPD) und Erstem Stadtrat Axel Fink (CDU) ähneln sich. Beide Kandidaten machen Hausbesuche bis zum Wahlabend.

Am 16. Februar wählen die Schwalbacher ein Stadtoberhaupt: Die Programme von Amtsinhaberin Christiane Augsburger (SPD) und Erstem Stadtrat Axel Fink (CDU) ähneln sich. Beide Kandidaten machen Hausbesuche bis zum Wahlabend.

Ein Ergebnis steht jetzt schon fest: Noch am Abend des 16. Februar werden die Schwalbacher erfahren, wer in den kommenden sechs Jahren an der Spitze ihrer Stadt steht. Eine Stichwahl wird nicht nötig sein, weil mit Amtsinhaberin Christiane Augsburger (SPD) und dem Ersten Stadtrat Axel Fink (CDU) nur zwei Bürgermeister-Kandidaten ins Rennen gehen.

Nun gilt es für die beiden Bewerber, in den kommenden knapp vier Wochen möglichst viele Wähler mit ihren Konzepten und sich als Person zu überzeugen. Wobei vor allem letzteres die Wahl entscheiden dürfte.

Christiane Augsburger überschreibt ihr Konzept, das sie gestern der Presse präsentierte, mit „Nachhaltige Politik für ein lebens- und liebenswertes Schwalbach“, während Fink sich prosaischer mit „Das 18-Punkte-Programm“ begnügt. Allerdings muss man beide Papiere schon genau studieren, um inhaltliche Unterschiede zu finden. So schließen die Kandidaten jeweils neue Baugebiete auf Schwalbacher Gemarkung kategorisch aus, wollen die Integration der Migranten aus 100 Nationen voranbringen und widmen Sauberkeit und Ordnung ein eigenes Kapitel.

Dafür verspricht Axel Fink Eltern von 3 bis 10 Jahre alten Kindern eine Betreuungsgarantie bis 17.30 Uhr. Die Feuerwehrleute sollen eine Aufwandsentschädigung auf Stundenbasis erhalten und Geschäftsleute eine Einmalförderung, „wenn sie ein schlüssiges Konzept für die Gründung oder Modernisierung vorlegen“.

Augsburger will "Fair-Trade"-Stadt

Christiane Augsburger wiederum möchte Schwalbach zur „Fair-Trade“-Stadt machen, die Angebote für Schulkinder und Senioren ausbauen und ein Heimatmuseum einrichten. Bei diesem Thema zeigt sich denn auch einmal so etwas wie echtes Konfliktpotential: Augsburger und ihre Partei, die SPD, werfen der schwarz-grünen Koalition vor, die Möglichkeit vertan zu haben, den früheren Schlecker-Markt dafür zu nutzen.

Umgekehrt greifen CDU und Grüne die Bürgermeisterin für ihre Verhandlungsführung in Sachen Heizkraftwerk-Grundstück an. Augsburger sei in den Gesprächen mit Eigentümer Nassauischer Heimstätte und Betreiber RWE zu zögerlich. Dass die Stadt das Areal kaufen soll, ist allerdings Konsens.

Bei einer solchen politischen Gemengelage verlagert sich der Wahlkampf gerne auf Stilfragen. Mit ihrer „Schwalbacher Bürger-info“ haben Axel Fink und seine CDU dafür eine Vorlage geliefert. So ist in einer Ausgabe von „hektisch gegebenen Anweisungen“ und „persönlichen Anwürfen“ gegenüber Rathausmitarbeitern die Rede.

Während FDP und Unabhängige Liste (UL) der Bürgermeisterin beigesprungen sind und ihrerseits Fink als „Märchenerzähler“ und „Gestaltungsverweigerer“ attackiert haben, gibt die SPD-Vorsitzende Nancy Faeser die Parole aus: „Möglichst ignorieren.“ Auch er werde diese Debatte „nicht weiter anheizen“, kündigte Axel Fink gestern im Gespräch mit der FR an.

Stattdessen wolle er in den kommenden vier Wochen den direkten Kontakt mit den Bürgern suchen: 3000 Hausbesuche hat er sich als Zielmarke gesetzt. Auch das ist wieder eine Gemeinsamkeit mit Christiane Augsburger. Sie habe inzwischen mehr als 1000 mal an Schwalbacher Haustüren geklingelt, teilte sie mit – und werde das nun bis zum Wahlabend fortsetzen.

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