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Stadtwerke sollen Heizkraftwerk betreiben

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Grüne: „Um Kosten und Tarife gibt es keinen Streit“

Schwalbach - Auf das Vierfache oder sogar noch höher sind die Vorauszahlungen für die Schwalbacher gestiegen, die an das Fernheizkraftwerk angeschlossen sind. Das hat die Interessengemeinschaft Fernwärme Schwalbach schon vor einigen Wochen auf das Heftigste kritisiert; die Vorauszahlungen seien zu hoch und falsch berechnet. Genau dies nehmen nun die Grünen zum Anlass, ihre Forderung zu wiederholen, dass die Stadtwerke den Betrieb des Kraftwerkes übernehmen sollen.

Der Grünen-Stadtverordnete Thomas Nordmeyer betont, warum das Kraftwerk aus ihrer Sicht am besten durch ein Gemeinschaftsunternehmen unter Beteiligung der Stadtwerke betrieben werden sollte. „Die Stadtwerke liefern zuverlässig und zu aller Zufriedenheit Wasser an die Schwalbacherinnen und Schwalbacher“, so Nordmeyer, der auch der Betriebskommission für die Stadtwerke angehört. „Um die Kosten und die Tarife gibt es keinen Streit“, betont Nordmeyer. Und mit der Fernwärme könnte das genauso laufen.

Bereits bei den Haushaltsberatungen hatten die Grünen das Kraftwerk zum Thema gemacht. Die Schwalbacher seien durch den Anschluss- und Benutzungszwang Zwangskunden, gab die Fraktionschefin Barbara Blaschek-Bernhardt zu bedenken. „Sie können sich den Wärmelieferanten nicht aussuchen und fühlen sich verpflichtet, jeden Preis zu akzeptieren.“

Im Jahre 2025 wird der Betrieb des Kraftwerks neu ausgeschrieben. Die CDU ließ schon wissen, dass dies sorgfältig vorbereitet werden soll. Aber der Forderung nach einer Beteiligung der Stadt am Betrieb schließe man sich nicht an: „Private Betreiber sind im Gegensatz zu uns als Stadt Experten in ihrem Gebiet.“ Parallel zur Vorbereitung der Ausschreibung solle eventuell über die Preise verhandelt werden. In dem Punkt aber gibt es aus Sicht der Grünen Versäumnisse der Stadt. So habe man in den Verhandlungen auf die mögliche Korrektur des besonders für Energiesparer ungünstigen starren Grundtarifs verzichtet. Für die Grünen spricht auch die geplante Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums am Kronberger Hang für einen Einstieg der Stadt in das Geschäft mit der Fernwärme. Dies könnte durch eine Mitwirkung der Stadt möglichst reibungslos sichergestellt werden, heißt es. Die Grünen hatten bereits in den Haushaltsberatungen für diesen Einstieg fünf Millionen Euro bereitstellen wollen, hatten aber auch für diesen Antrag keine Mehrheit gefunden. bt

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