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Seit mehr als 50 Jahren sind Tausende Schwalbacher Haushalte an das Fernheizwerk angeschlossen.
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Seit mehr als 50 Jahren sind Tausende Schwalbacher Haushalte an das Fernheizwerk angeschlossen.

Schwalbach

Stadt kauft Areal des Fernheizwerkes

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Über einen Erbbaurechtsvertrag will Schwalbach künftig Einfluss auf die Energiepreise nehmen. Auch ein Kundenbeirat für Fernwärme soll gegründet werden.

Nach jahrelangem Tauziehen ist es soweit: Die Verträge zum Kauf des 3400 Quadratmeter großen Grundstücks an der Adolf-Damaschke-Straße, auf dem das Schwalbacher Fernheizwerk steht, sind unterschriftsreif. Der Magistrat hat dem Kauf bereits zugestimmt. Wenn das Parlament die Entscheidung bestätigt, kann das Areal schon bald für zwei Millionen Euro den Besitzer wechseln. Und die Stadt kann endlich Einfluss nehmen auf die Energiepreise, die Tausende Haushalte in Schwalbach bezahlen müssen. Gegebenenfalls kann per Ausschreibung sogar ein neuer Kraftwerksbetreiber gesucht werden.

Fernwärme

Das Kraftwerk in der Adolf-Damaschke-Straße versorgt rund 75 Prozent von Schwalbach mit Fernwärme.

Angeschlossen sind Wohngebiete, darunter die komplette Limesstadt, öffentliche Gebäude wie Rat- und Bürgerhaus und große Gewerbegebiete.

Errichtet wurde das Fernheizwerk 1964. Aktuell wird es von der E.ON Energy Solutions GmbH betrieben. aro

Bislang gehörte das Kraftwerksgrundstück der Nassauischen Heimstätte. Die Unternehmensgruppe habe eine Mittlerrolle zwischen dem Kraftwerksbetreiber E.ON und der Kommune ausüben müssen, erläuterte die technische Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer in einem Pressegespräch. Nunmehr könnten die Partner direkt miteinander verhandeln.

Über einen Erbbaurechtsvertrag, der zunächst bis Ende 2027 läuft, ist der Weiterbetrieb des Kraftwerks für E.ON gesichert und kann danach verlängert werden. Grundvoraussetzung dafür sei allerdings, dass der Preis, den Kundinnen und Kunden in Schwalbach bezahlen müssten, den Durchschnittspreis für Fernwärme in Hessen nicht überschreite, sagte Bürgermeister Alexander Immisch (SPD).

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Beschwerden wegen hoher Fernwärmepreise gegeben. Für Privathaushalte in der Limesstadt besteht seit jeher ein Anschlusszwang ans Fernheizwerk. 2010 wurde die Interessengemeinschaft Fernwärme gegründet, die ein Kartellverfahren gegen die RWE-Tochter Innogy begleitete und seither die Preisgestaltung beo-bachtet. Ende vergangenen Jahres stellte die IG fest, dass die Preise für Heizung und Warmwasser in Schwalbach mittlerweile nicht mehr überteuert seien. Das solle auch so bleiben, versprach E.ON-Vertriebsleiter Henning Lustermann. Man werde zudem auf ökologische Nachhaltigkeit beim Kraftwerksbetrieb achten.

Eingeführt wird außerdem ein Kundenbeirat, in dem auch sachkundige Bürgerinnen und Bürger mitarbeiten können.

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