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Unbekannte haben im Arboretum Schutznetze für 500 Jungbäume beschädigt. Förster Daniel Behrendt steht vor einem Rätsel. Foto: Monika Müller
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Unbekannte haben im Arboretum Schutznetze für 500 Jungbäume beschädigt. Förster Daniel Behrendt steht vor einem Rätsel.

Schwalbach

Schwalbach: Zerstörungswut im Arboretum

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Unbekannte haben im Waldpark zwischen Schwalbach, Sulzbach und Eschborn hohen Schaden angerichtet. Der Schutz für 500 Jungbäume wurde gewaltsam entfernt.

Vor knapp zwei Jahren sind die Jungbäume entlang des Zaunes am ehemaligen Hangar im Arboretum gepflanzt worden. Grüne Plastikgitter haben sie bisher vor Wildverbiss geschützt. „Ohne diesen Schutz würden die Bäume nicht hochkommen“, sagt Förster Daniel Behrendt. Rehe, Hasen und Kaninchen würden sich daran zu schaffen machen. Außerdem gelte es, die Umgebungsvegetation von den kleinen Bäumen fernzuhalten, damit sie ungestört wachsen könnten.

Nun ist ein erheblicher Teil der Schutzgitter zerstört, die die Forstmitarbeiter angebracht haben. Unbekannte haben sie vermutlich am Osterwochenende entfernt und einfach auf der Fläche liegen gelassen. Herausgerissen wurden teilweise auch die einen Meter hohen Robinienstäbe, die als Halt dienten.

„Gerade in Zeiten, in denen der hessische Wald von Trockenheit, Schädlingen und Stürmen auf großer Fläche geschädigt wurde, ist eine Tat wie diese völlig unverständlich“, sagt Daniel Behrendt. „Wir waren schockiert, als wir die Zerstörung gesehen haben.“ Was die Unbekannten bewogen haben mag, die Schutzhüllen zu entfernen, sei völlig rätselhaft, sagt Behrendt.

Im Waldpark des Arboretums, der zwischen Schwalbach, Sulzbach und Eschborn liegt, würden immer wieder Flächen neu aufgeforstet, um dem Klimawandel entgegenzuwirken und Vögeln und Insekten Nahrung zu bieten, berichtet der Förster. Das gelte auch für das rund 6500 Quadratmeter große Areal an der Nordseite des ehemaligen Hangargeländes, auf dem 2019 mehr als 500 Jungbäume gepflanzt wurden: Seltene Obstsorten wie Wildbirne und Wildapfel waren darunter, aber auch Vogelkirsche und Elsbeere.

ARboretum

Das Arboretum Main-Taunus liegt zwischen Schwalbach, Sulzbach und Eschborn und ist 76 Hektar groß.

600 Baum- und Straucharten der nördlichen Erdhalbkugel wachsen in der parkartigen Waldlandschaft.

Durch 38 Waldgesellschaften kann man das ganze Jahr über einen Spaziergang unternehmen.

Der Eintritt ist frei. Adresse: Am Weißen Stein, 65824 Schwalbach.

www.hessen-forst.de

Mehrere Flächen seien damals im Zuge einer Ausgleichsmaßnahme mit einem Forstweg und Anpflanzungen seltener Baumarten neu gestaltet worden, berichtet Daniel Behrendt. Dabei werde stets Wert darauf gelegt, „dass wir naturschutztechnisch attraktiv agieren“.

Hessenforst sucht Zeugen

Der Schaden, der durch das Herausreißen der Schutzgitter entstanden ist, beträgt mindestens 2500 Euro. Damit die Jungbäume, die weitgehend intakt geblieben sind, nicht zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen werden, sollen nun so schnell wie möglich neue Plastikgitter angebracht werden. „Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten in den kommenden zwei Wochen abgeschlossen werden“, sagte Daniel Behrendt der FR.

Das Forstamt Königstein hat Anzeige gegen unbekannt erstattet. Wer Hinweise geben kann, meldet sich unter Telefon 06174 / 928 60 oder per Mail an: ForstamtKoenigstein@forst.hessen.de

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