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Schwalbach: Albert-Einstein-Gymnasium bekommt Anbau

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Von: Andrea Rost

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Albert-Einstein-Schule in Schwalbach besuchen 1600 Schülerinnen und Schüler.
Albert-Einstein-Schule in Schwalbach besuchen 1600 Schülerinnen und Schüler. © Martin Weis

Die Schwalbacher Albert-Einstein-Schule wird bis Jahresende um sechs Klassenräume erweitert. Knapp vier Millionen Euro investiert der Main-Taunus-Kreis in den Neubau.

Seit Jahren zählt die Albert-Einstein-Schule in Schwalbach zu den beliebtesten weiterführenden Schulen im Main-Taunus-Kreis. Regelmäßig muss Schulleiterin Anke Horn Kinder, die sich für das Gymnasium anmelden, abweisen. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler ist auf 1600 angestiegen. 500 davon sind in der Oberstufe.

Die Schule sei nicht nur Lernort, sondern ein Ort zum Leben, weiß die Schulleiterin. Das Nachmittagsangebot des Gymnasiums werde rege gut genutzt, 400 Mädchen und Jungen nahmen in der Zeit vor der Pandemie ihr Mittagessen in der neu gebauten Mensa ein.

Der Platz in dem Gebäudekomplex aus den 1970er Jahren wird deshalb knapp. Viele Räume entsprechen auch nicht mehr den heutigen pädagogischen Anforderungen. „Die Albert-Einstein-Schule war nach ihrer Gründung ein reines Oberstufengymnasium“, berichtet Anke Horn. „Das merkt man auch an der architektonischen Gestaltung.“

Damit das Gymnasium von der fünften bis zur 13. Klasse weiterhin stabil sechszügig geführt werden kann, errichtet der Main-Taunus-Kreis als Schulträger jetzt einen Neubau. Hinter dem Hauptgebäude ist bereits die Baugrube ausgehoben, ein großer Bagger und ein Kran stehen bereit. Am gestrigen Mittwoch war Spatenstich für das Projekt, das den Landkreis knapp vier Millionen Euro kostet und das der Bund im Rahmen des Programmes für energieeffizientes Bauen mit rund 258 000 Euro bezuschusst. Der Neubau wird im Passivhausstandard errichtet und erhält eine Photovoltaikanlage. Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Die sechs neuen Klassenräume, jeweils mehr als 60 Quadratmeter groß, sollen für die Mittelstufe genutzt werden, sagt Anke Horn der Frankfurter Rundschau. Fünft- und Sechstklässler:innen seien in einem eigenen Anbau untergebracht.

Während die Raumnot für den Fachunterricht künftig geringer sein wird, bleibt sie für den Sportunterricht bestehen. Bereits seit 20 Jahren wünsche sich die Albert-Einstein-Schule eine neue Sporthalle, erinnert Anke Horn auf der Baustelle. Schülerinnen und Schüler müssten aktuell in die Schwalbacher Friedrich-Ebert-Schule und in die Geschwister-Scholl-Schule ausweichen. Hallenkapazitäten für den Schwimmunterricht gebe es für die AES überhaupt keine.

Landrat Michael Cyriax (CDU) stellt in Aussicht, dass die Gymnasiasten künftig das Kreishallenbad nutzen können, das in Kriftel errichtet wird. Auch der Bau einer weiteren Sporthalle für die Albert-Einstein-Schule stehe auf der Liste. „Wir müssen allerdings Prioritäten im Schulbauprogramm setzen und die Projekte Schritt für Schritt abarbeiten.“

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