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So sehen die Projektentwickler „Eschborn Gate. Art-Invest Real Estate/OFB Projektentwicklung
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So sehen die Projektentwickler „Eschborn Gate.

Schwalbach/Eschborn

Samsung bekommt neue Büros im Gewerbegebiet Süd

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Der Technologiekonzern verlegt seine Deutschland-Zentrale von Schwalbach in die Nachbarstadt. 800 Mitarbeiter sollen bis 2024 in den Bürokomplex „Eschborn Gate“ umziehen.

Die Stadt Schwalbach verliert einen ihrer größten Gewerbesteuerzahler. Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics zieht 2024 mit seiner Deutschlandzentrale ins benachbarte Eschborn. Das teilte das Unternehmen gestern mit. Die 800 Beschäftigten, die im Gewerbegebiet Am Kronberger Hang arbeiten, werden künftig ihre Büros am Eingang des Gewerbegebiets Eschborn-Süd haben.

An der Frankfurter Straße, auf dem Areal des ehemaligen Hellweg-Baumarktes, entsteht das Büroviertel „Eschborn Gate“, das von einem Joint Venture der Frankfurter OFB-Projektentwicklung und der Art-Invest Real Estate aus Köln geplant wird. Samsung werde langfristig eine Mietfläche von 17 500 Quadratmetern belegen, verteilt auf ein Hochhaus mit 16 Geschossen und ein angrenzendes sechsgeschossiges Gebäude, heißt es in einer Mitteilung der Projektentwickler. Für den ersten Bauabschnitt von Eschborn Gate werde aktuell der Bauantrag erarbeitet. Baubeginn soll Ende 2021/Anfang 2022 sein.

Das Unternehmen

Gegründet wurde Samsung Electronis im Jahr 1969. Der weltweit agierende Technologiekonzern hat seinen Hauptsitz im südkoreanischen Seoul.

Bereits 1975 hatte Samsung in Eschborn einen seiner ersten europäischen Standorte eröffnet. 1997 zog das Unternehmen nach Schwalbach.

In der Deutschlandzentrale arbeiten rund 800 Beschäftigte. aro

Für Schwalbachs Bürgermeister und Kämmerer Alexander Immisch (SPD) ist der Wegzug von Samsung ein herber Schlag. „Das tut weh“, sagte er im Gespräch mit der FR. Seit 1997 hatte der Elektronikkonzern seinen Deutschlandsitz in der Stadt. Eine große koreanische Community ist im Laufe von zwei Jahrzehnten in Schwalbach entstanden – mit Läden, Gastronomie und einem deutsch-koreanischen Verein. Um den Beschäftigten die Anreise zu erleichtern, bekam das Gewerbegebiet Am Kronberger Hang einen eigenen S-Bahn-Halt.

Er habe versucht, das Unternehmen in Schwalbach zu halten, sagte Immisch. Einfluss auf die Umzugspläne von Samsung habe er aber nicht nehmen können. „Die Entscheidung ist in Seoul gefallen. Mir wurde versichert, dass sie nichts mit Schwalbach zu tun hat.“ Das bestätigte auch Samsung-Sprecher Sebastian Boms auf FR-Anfrage. Ausschlaggebend für den Standortwechsel seien die Möglichkeiten gewesen, die sich im Neubau im Eschborner Gewerbegebiet böten. Die Büroflächen würden bis ins Detail auf die Bedürfnisse von Samsung zugeschnitten. Neue Konzepte, die auch den veränderten Anforderungen an hybride Arbeitsmodelle und Zusammenarbeitsformen Rechnung trügen, könnten verwirklich werden. Entscheidend war laut Boms auch die gute Anbindung des neuen Bürostandortes in Eschborn an den öffentlichen Nahverkehr sowie an die Autobahnen 5, 66 und 648 und an das Frankfurter Autobahnkreuz.

Im nächsten Jahr soll eine direkte Autobahnabfahrt ins Gewerbegebiet Süd fertig werden, die die Stadt Eschborn baut. Geplant ist in unmittelbarer Nähe des neuen Firmensitzes von Samsung auch eine Haltestelle der Regionaltangente West.

„Das Bekenntnis des Weltkonzerns Samsung zur Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main und zu Eschborn freut uns außerordentlich“, sagte Eschborns Bürgermeister Adnan Shaikh (CDU). Dass Samsung knapp 50 Jahre nach seiner Gründung nach Eschborn zurückkehre, wo das Unternehmen bereits 1975 einen seiner ersten europäischen Standorte eröffnet habe, sei „eine schöne Klammer der Geschichte“.

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