Wahlsieger Alexander Immisch (SPD, l.) mit Frau Valerie und den Kindern Oskar (9), Olivia (12), Emilia (11), im Foyer des Rathauses, der Zweitplatzierte Dennis Seeger (CDU,r.) gratuliert, Nancy Faeser (SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag im Hintergrund l.). Foto: Michael Schick
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Wahlsieger Alexander Immisch (SPD, l.) mit Frau Valerie und den Kindern Oskar (9), Olivia (12), Emilia (11), im Foyer des Rathauses, der Zweitplatzierte Dennis Seeger (CDU,r.) gratuliert, Nancy Faeser (SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag im Hintergrund l.). Foto: Michael Schick

Schwalbach

Kandidaten von SPD und CDU in Schwalbach in der Stichwahl

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Das Rennen um den Chefsessel im Schwalbacher Rathaus wird in zwei Wochen entschieden

Schon kurz nach 18 Uhr stehen die Besucher am Sonntagabend dicht gedrängt im Foyer des Schwalbacher Rathauses. Bis fast viertel vor sieben müssen sie warten, ehe das erste Ergebnis aus einem Wahllokal bei der Bürgermeisterwahl auf dem Bildschirm erscheint. Jubel brandet auf. Die SPD-Anhänger feiern den Sozialdemokraten Alexander Immisch, der in der Friedrich-Ebert-Schule 43,59 Prozent der Stimmen bekommen hat. Dennis Seeger von der CDU liegt mit 24 Prozent an zweiter Stelle.

Als weitere Wahllokale ihre Ergebnisse melden, ist schnell klar: Die Kandidaten von SPD und CDU werden in die Stichwahl am 15. März gehen. Immisch bekommt in neun von elf Wahlbezirken die meisten Stimmen. Dennis Seeger schafft es in einem. Und es zeichnet sich auch ab, dass der parteilose Kandidat Marcus Gipp insgesamt an dritter Stelle liegt und damit noch vor der Bewerberin der Grünen, Katja Lindenau. Sie kann am Ende des Wahlabends nur 14,2 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Das ist sogar etwas weniger, als ihre Partei bei den Kommunalwahlen 2016 in Schwalbach bekommen hat. Sie habe sich mehr erwartet, räumt Lindenau ein. „Wo doch die Grünen auf Landes- und Bundesebene einen so positiven Trend verzeichnen.“ Marcus Gipp dagegen ist sichtlich stolz auf sein Ergebnis. In einem Wahlbezirk der Geschwister-Scholl-Schule hat der 50-Jährige, der im Rathaus von Steinbach als Abteilungsleiter für Finanzen und IT arbeitet, sogar die meisten Stimmen von allen Kandidaten bekommen. „Ich bin halt bekannt in Schwalbach“, erklärt er sich seinen Erfolg.

„Überglücklich“ ist am Sonntagabend auch Alexander Immisch, der mit Frau und Kindern ins Rathausfoyer gekommen ist. Die Sozialdemokraten hatten ihren stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus geschickt, nachdem Amtsinhaberin Christiane Augsburger (SPD) ihren Rückzug aus der Politik bekannt gegeben hatte. Neben Immisch strahlt Hessens-SPD-Chefin Nancy Faeser, die in Schwalbach wohnt und „endlich wieder ein gutes Ergebnis der Sozialdemokraten“ feiern kann.

In den zwei Wochen bis zur Stichwahl wolle er um jene Wähler werben, die ihm bislang nicht ihre Stimme gegeben hätten, kündigt Immisch an. Gleiches hat CDU-Kandidat Dennis Seeger vor, der „voll Gas geben und die Hände nach allen Richtungen ausstrecken will“.

Mit dem Ergebnis aus dem ersten Wahlgang sei er „superzufrieden“, sagt Seeger, der ebenfalls mitsamt Familie auf die Ergebnisse der einzelnen Wahllokale gewartet hat und fast überall Zweiter geworden ist. „Mein Ziel war es, in die Stichwahl zu kommen, das habe ich erreicht“, kommentiert der 39-jährige Polizeihauptkommissar.

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