1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Taunus-Kreis
  4. Schwalbach

Glasfaseranbieter steht fest

Erstellt:

Kommentare

Die Deutsche Giganetz GmbH macht das Rennen

Schwalbach - Die Deutsche Giganetz GmbH wird mit der Stadt einen Vertrag über den Bau eines Glasfasernetzes in Schwalbach abschließen. Zwar muss der Haupt- und Finanzausschuss darüber am heutigen Abend noch beraten und mit der Stadtverordnetenversammlung abstimmen, aber nach dem einstimmigen Votum des Bauausschusses kann man davon ausgehen, dass es keinen Meinungswechsel mehr geben wird.

Die Stadt hatte mit jenen drei Firmen Verhandlungen geführt, die einen Rahmenvertrag mit der Gigabit-Region Frankfurt-Rhein-Main über den Ausbau des schnellen Glasfasernetzes in der Region unterzeichnet haben. Alle drei Unternehmen bieten für ihre Verträge mit den Kommunen ähnliche Konditionen an, aber gewisse Unterschiede gibt es. Und die haben im Falle Schwalbachs sehr eindeutig den Ausschlag zugunsten der Deutschen Giganetz GmbH gegeben. Da ist erstens die Frage, wie die Leitungen verlegt werden. Die Deutsche Giganetz GmbH sagt zu, in der Regel auf 60 Zentimeter Tiefe zu gehen, die 40 Zentimeter aber nicht zu unterschreiten. Die Deutsche Glasfaser will mehr als 45 Zentimeter nicht zusagen, die Telekom verlegt die Kabel sogar nur 30 bis 45 Zentimeter unter die Oberkante der Bürgersteige. Die Stadtverwaltung ist überzeugt, dass bei geringerer Tiefe das Risiko von Schäden größer und damit die Straßenunterhaltung teurer ist.

Im Bauausschuss dagegen kam vor allem nicht gut an, dass die Deutsche Glasfaser alle Gebiete aussparen will, in denen größere Mehrfamilienhäuser stehen - das ist ein größerer Teil der Limesstadt. Die Telekom will immerhin 94 Prozent des Stadtgebietes abdecken, nur die Deutsche Giganetz möchte 100 Prozent berücksichtigen. Alles andere komme nicht infrage, hieß es im Bauausschuss.

Allerdings hat die Deutsche Glasfaser wiederholt feststellen müssen, dass in Gebieten mit großen Einfamilienhäusern das Interesse vergleichsweise gering ist. Und flächendeckend Glasfaser verlegen möchten die Firmen Glasfaser und Giganetz nur, wenn mindestens 33 oder 35 Prozent aller Haushalte einen Anschluss buchen. An solchen Quoten ist die Deutsche Glasfaser zunächst mehrfach gescheitert. In der Limesstadt hätten viele Bewohner schon recht leistungsstarke Anschlüsse, so Bürgermeister Alexander Immisch.

Und daher kann es passieren, dass die Deutsche Giganetz die Quote für ganz Schwalbach nicht erreicht, während die Deutsche Glasfaser für den Teilbereich mit kleineren Häusern erfolgreich gewesen wäre. In diesem Fall könnte eine Vereinbarung zum Tragen kommen, nach der die Giganetz GmbH auch ohne Erreichen der Quote ausbaut - dann aber etwas später und auch mit einer geringeren Verlegetiefe.

Auch interessant

Kommentare