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Neue Eigentümer der „Mutter Krauss“: Anastasios Papakostas, Alexander Kurz und Andreas Schäfer (v.l.)
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Neue Eigentümer der „Mutter Krauss“: Anastasios Papakostas, Alexander Kurz und Andreas Schäfer (v.l.)

Schwalbach

Fünf Familien kaufen „Mutter Krauss“

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Aus der Schwalbacher Traditionsgaststätte soll ein modernes Wohnprojekt mit Gastronomie und Konditorei werden. Die Wiedereröffnung ist für Ende des Jahres geplant.

Seit September vergangenen Jahres Jahr ist die Traditionsgaststätte „Mutter Krauss“ in Alt-Schwalbach geschlossen. Nach dem Tod des langjährigen Betreibers Marco Vogel stand das teilweise denkmalgeschützte Ensemble in einem Bieterverfahren zum Verkauf. Die Erbengemeinschaft konnte Gastronomie und Hotel nicht weiterführen. 

Jetzt hat die „Mutter Krauss“ neue Eigentümer. Am Freitag sei der Vertrag beurkundet worden, sagte Markus Schmidt von der MSI-Immobiliengruppe, die das Verfahren begleitet hat, der FR. Gekauft haben die Gaststätte fünf Familien aus dem Rhein-Main-Gebiet, die den Betrieb in moderner Form weiterführen möchten.

Zu den Investoren gehört Anastasios Papakostas, Sohn einer griechischen Einwandererfamilie und gebürtiger Frankfurter, der seit 30 Jahren in Schwalbach lebt. Der Ex-Investmentbanker hat am Schwalbacher Ostring bereits Reihenhäuser gebaut und in Gießen Wohnprojekte für Obdachlose realisiert. Jetzt ist Papakostas Geschäftsführer der neugegründeten Mutter-Krauss-GmbH. Er sei glücklich, dass es ihm und seinen Mitstreitern gelungen sei, das „schönste Anwesen am Ort“ zu erwerben, sagte Papakostas im Gespräch mit der FR. „Und ich bin stolz, mit dem Kauf und der Wiedereröffnung ein Stück Schwalbacher Stadtgeschichte zu schreiben.“

Über Jahrzehnte hinweg war die „Mutter Krauss“ ein beliebtes Ausflugslokal im Rhein-Main-Gebiet. Auch aus Frankfurt kamen viele Gäste, um in der historischen Gaststube mit den dunklen Fachwerkbalken oder im Biergarten unter alten Platanen deutsche Hausmannskost und Schwalbacher Äppelwoi zu genießen. 2002 wurde das historische Ensemble saniert und um mehrere Neubauten erweitert. Für 1,7 Millionen Euro habe die Investorengruppe das Anwesen gekauft, eine weitere Million solle in die Renovierung und den Umbau gesteckt werden, berichtete Anastasios Papakostas.

„Lifestyle Co-Living“ nennt sich das Wohnkonzept, das die Investorengruppe verwirklichen möchte. Die 20 Gästezimmer sollen zu modernen Appartements umgebaut werden und teilweise über eine eigene Küchenzeile verfügen. Geplant sind außerdem ein Co-Working-Bereich und ein Fitnessraum. Der Innenhof wird zur Lounge für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Unternehmen aus der Region könnten die Appartements längerfristig mieten, heißt es im Exposé, das für die „Domaine Mutter Krauss“ ausgearbeitet wurde. Den großen Saal mit Bühne im denkmalgeschützten Torbogenhaus kann künftig unter anderem der Kulturkreis Schwalbach nutzen.

Auch für die Gastronomie haben die Investoren bereits konkrete Pläne. Die hanseatische Störtebeker-Brauerei, bekannt aus der Hamburger Elbphilharmonie, wird das Restaurant mit 110 Sitzplätzen neu gestalten. Der Biergarten der „Mutter Krauss“ soll zum Teil im Stil einer Strandlounge eingerichtet und durch einen beheizten Wintergarten ergänzt werden.

Die Küche bleibt traditionell deutsch. Einen Schwerpunkt setzen hochwertiges Fleisch vom Grill sowie vegane Speisen. In einer eigenen Konditorei und Bäckerei im Erdgeschoss wollen die Investoren Kuchen, Torten und Süßspeisen produzieren und verkaufen. Als „Gastgeber“ und Betriebsleiter sei Gastro- und Cateringprofi Hartmut Truntschka vorgesehen, sagte Anastasios Papakostas der Frankfurter Rundschau. Ein Küchenchef oder eine Küchenchefin werde aktuell noch gesucht. „Danach halten wir unter anderem in Frankfurt Ausschau.“

Mehrere Monate wird der Umbau von Appartements und Restaurant in Anspruch nehmen. Für Weihnachten 2021 ist die Wiedereröffnung der „Mutter Krauss“ geplant.

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