Ein Kommissar als Kandidat: Dennis Seeger will ins Rathaus.

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Frischer Wind für CDU Schwalbach

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Die Christdemokraten schlagen Dennis Seeger als Bürgermeister-Kandidaten vor. Derzeit studiert Seeger „Öffentliche Verwaltung“ an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster.

Nach vier gewonnenen Bürgermeisterwahlen im Main-Taunus-Kreis seit 2015 sieht sich die CDU im Aufwind. Als nächste SPD-Bastion soll nun auch Schwalbach erobert werden. Dabei setzen die Christdemokraten auf einen Neuling in der Kommunalpolitik: Dennis Seeger, 37 Jahre alt, hat sich bisher noch keine Meriten in der Partei erworben, der er seit 2010 angehört. Vorstand und Fraktion wollen den Polizeihauptkommissar am 28. Mai den Mitgliedern zur Wahl vorschlagen.

„Es ist die Chance auf einen Neuanfang“, sagt der stellvertretende CDU-Pressesprecher Axel Fink, der vor sechs Jahren selbst gegen die amtierende Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) antrat. Augsburger hatte unlängst bekannt gegeben, dass sie für eine dritte Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Stattdessen gehen die Sozialdemokraten nun mit dem langjährigen Stadtverordneten Alexander Immisch in die Bürgermeisterwahl. Sie wird voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres stattfinden.

Seeger wohnt mit seiner Frau Juliane Seeger und seinen beiden Kindern seit 2007 in Schwalbach. Nach einem Studienabschluss zum Diplom-Verwaltungswirt ging er zur Polizei und übernahm 2013 die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Polizeipräsidium Frankfurt mit dem Schwerpunkt Soziale Medien. Die Erfahrung in diesem Job will er auch für den Wahlkampf in Schwalbach nutzen, den er nicht nur in Gesprächen vor Ort, sondern auch auf Facebook, Instagram, Twitter und Whats App führen möchte. Transparenz bei Arbeit der Behörden und eine gute Sicherheitspolitik sind die zwei Schwerpunkte seines Wahlprogramms, das bisher noch nicht allzu detailliert vorgestellt wurde. Sicherheit ist in Schwalbach ein besonderes Thema, seit randalierende Jugendliche immer mal wieder auf dem Markplatz Angst und Schrecken verbreiten. Mit ihnen will Seeger Gespräche führen und obendrein die Vereine als Bündnispartner gewinnen, um Ehrenamtliche in Sachen Konfliktmanagement und Mobbing zu schulen.

Derzeit studiert Seeger „Öffentliche Verwaltung“ an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster. Wird er von den Mitgliedern nominiert, will er sein Studium erst einmal unterbrechen.

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