Wahlsieger Alexander Immisch mit Frau Valerie und Kindern im Bürgerhaus. Foto: Michael Schick
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Wahlsieger Alexander Immisch mit Frau Valerie und Kindern im Bürgerhaus. Foto: Michael Schick

Bürgermeister-Stichwahl

Alexander Immisch wird neuer Rathauschef in Schwalbach

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Der Sozialdemokrat bekommt bei der Bürgermeister-Stichwahl 54,3 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung liegt unter 50 Prozent.

  • Alexander Immisch (SPD) ist neuer Rathauschef in Schwalbach
  • Wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 gab es keine öffentliche Präsentation des Wahlergebnisses
  • CDU-Mann Dennis Seeger zeigt sich enttäuscht

Schwalbach - Dicht gedrängt standen die Bürger noch vor zwei Wochen im Foyer des Schwalbacher Rathauses, um die Ergebnisse des ersten Wahlganges der Bürgermeisterwahl zu erfahren. Gestern war das ganz anders. Nur eine kleine Gruppe von Familienmitgliedern und Parteifreunden kam mit den beiden Kandidaten Alexander Immisch (SPD) und Dennis Seeger (CDU) ins Bürgerhaus, wo die Stadt ihnen zwei voneinander getrennte Räume zur Verfügung gestellt hatte. „Im Zuge der Vorkehrungen gegen die weitere schnelle Verbreitung des Coronavirus“ werde es am Wahlabend keine öffentliche Präsentation des Wahlergebnisses geben, hatte ein Rathaussprecher zuvor angekündigt.

Interessierte konnten auf der Homepage der Stadt aber live mitverfolgen, wie nach und nach die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen einliefen. Von Anfang an zeichnete sich dabei ein klarer Wahlsieg von Alexander Immisch ab. Der 46-Jährige ist stellvertretender Fraktionschef der Schwalbacher SPD und konnte neun von elf Wahlbezirken gewinnen. In einem Wahllokal in der Friedrich-Ebert-Schule bekam Immisch sogar mehr als 70 Prozent der Wählerstimmen. Dennis Seeger, 37 Jahre alt und von Beruf Diplomverwaltungswirt und Polizeihauptkommissar, schaffte einen knappen Sieg in einem der Briefwahlbezirke sowie in einem Wahllokal in der Geschwister-Scholl-Schule.

Schwalbach: Wahlkampf über zwölf Monate vor Bürgermeister-Stichwahl

Die Stadt Schwalbach

15 000 Einwohnerhat die Stadt Schwalbach, rund 11 000 waren gestern aufgerufen, bei der Bürgermeisterwahl an die Urnen zu gehen.

Regiertwird die Stadt im Main-Taunus-Kreis seit den Kommunalwahlen 2016 von einer SPD/FDP-Mehrheit.

Bürgermeisterinvon Schwalbach ist seit fast zwölf Jahren die Sozialdemokratin Christiane Augsburger. Sie war Erste Stadträtin, ehe sie 2008 die Wahl um den Chefsessel im Rathaus für sich entscheiden konnte.

Für eine dritte Amtszeitals Bürgermeisterin stand Christiane Augsburger nicht mehr zur Verfügung. aro

Er freue sich sehr über seinen Wahlsieg, sagte Immisch der FR. „Auch wenn die Stimmung etwas verhalten ist und das Drumherum mit vielen Menschen, die einem gratulieren und die Hand schütteln an diesem Wahlabend im Krisenmodus natürlich fehlt.“ Der Wahlkampf über zwölf Monate sei intensive gewesen und die Unterstützung seiner Parteifreunde großartig.

CDU-Mann Seeger zeigte sich zwar enttäuscht darüber, dass er nicht Rathauschef in Schwalbach wird. Als vor kurzem gekürter stellvertretender Parteichef wolle er aber bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr erstmals antreten, kündigte er im Gespräch mit der FR an. „So kann ich die Herausforderung annehmen, meine Ideen umzusetzen, die immerhin 45 Prozent der Wähler gutgeheißen haben.“ Der Schwalbacher CDU bescheinigte Seeger, im Zuge des Bürgermeisterwahlkampfes „zu neuer Größe“ gewachsen zu sein.

Schwalbach: Wahlbeteiligung bei der Bürgermeister-Stichwahl relativ hoch

Die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterstichwahl war, trotz der Nachrichtenlage zur Ausbreitung des Coronavirus, mit 47,1 Prozent am Ende doch relativ hoch. Vor zwei Wochen lag sie bei 54,3 Prozent. Den ersten Wahlgang hatte Sozialdemokrat Alexander Immisch mit 37 Prozent klar für sich entschieden. Er bekam am Sonntag vor zwei Wochen in neun von elf Wahlbezirken die meisten Stimmen. Dennis Seeger schaffte den Sieg in einem Wahlbezirk und landete mit insgesamt 27,8 Prozent der Stimmen auf dem zweiten Platz. Der parteilose Kandidat Marcus Gipp lag mit 21,4 Prozent an dritter Stelle. Die Kandidatin der Grünen, Katja Lindenau, kam lediglich auf 14,2 Prozent und schnitt schlechter ab als ihre Partei bei den Kommunalwahlen 2016.

Alexander Immisch ist Diplom-Betriebswirt und arbeitet als Direktor für Marketing und Verkauf in der Versicherungsbranche. Er wird sein Amt als Rathauschef am 7. Juni antreten und nach Horst Faeser und Christiane Augsburger der dritte Schwalbacher SPD-Bürgermeister sein, seitdem es Direktwahlen gibt.

Von Andrea Rost

Auch in Langen wurde am Sonntag (15.03.2020) gewählt. Dabei kam es zu einem unerwartet deutlichen Wahlsieg.

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