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Die Heinrich-von-Kleist-Schule soll als Bildungsstandort gestärkt werden.
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Die Heinrich-von-Kleist-Schule soll als Bildungsstandort gestärkt werden.

Eschborn

Schule bekommt zwei Neubauten

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Die Stadt Eschborn baut bis 2017 eine Zwei-Feld-Halle und ein Jugendhaus an der Kleist-Schule. 51 Prozent der Hallenkosten soll der Main-Taunus-Kreis übernehmen. Dieser Vereinbarung muss allerdings erst der Kreistag zustimmen, der am 6. März neu gewählt wird.

Die Heinrich-von-Kleist-Schule bekommt eine neue Zwei-Feld-Sporthalle und ein Jugendhaus. Errichtet werden die Gebäude auf Grundstücken, die dem Main-Taunus-Kreis gehören und die an die Stadt in Erbpacht vergeben werden. Eschborn wird zunächst beide Projekte vorfinanzieren. Der Kreis übernimmt die Halle nach Fertigstellung 2017 in sein Eigentum und erstattet der Kommune 51 Prozent der Gesamtbaukosten in Höhe von 3,3 Millionen Euro. Voraussetzung ist allerdings, dass der Kreistag zustimmt. So steht es in einer Verwaltungsvereinbarung, die Stadt und Kreis schließen wollen. Das Stadtparlament hat dafür am Mittwochabend grünes Licht gegeben.

Von einer „Stärkung des Schulstandortes Eschborn“ sprach Grünen-Vertreter Claudius Nassabi in der Stadtverordnetensitzung. Außerdem sei der Neubau auch eine gute Nachricht für die Eschborner Vereine, die das alte Jugendhaus später nutzen könnten. Die beiden Projekte seien bereits im Koalitionsvertrag von Schwarz-Grün 2011 festgeschrieben worden, berichtete Norbert Leifheit (CDU). Die Verhandlungen mit dem Kreis seien langwierig und schwierig gewesen und erst jetzt zum Abschluss gekommen.

„Mit der Faust in der Tasche“ werde die SPD zustimmen, sagte deren Fraktionsvorsitzende Sabine Blum-Geenen. Ihre Kritik: Die Verwaltungsvereinbarung mit dem Main-Taunus-Kreis sei nachteilig für die Stadt, weil Gutachten für den Grundstückspreis fehlten und Zeithorizonte, wann der finanzielle Ausgleich erfolgen solle. Schon in der Wahlperiode vor 2011 habe die SPD ein neues Jugendzentrum thematisiert, erinnerte Blum-Geenen. „Damals waren wir aber die einsamen Rufer in der Wüste.“

Kritik am Vertrag mit der Stadt übte auch Linken-Vertreter Thomas Matthes. Das Papier sei unbrauchbar, weil die Stadt mit 1,6 Millionen in der Luft hänge, solange der Kreistag, dessen neue Zusammensetzung noch gar nicht feststehe, das Geld nicht freigebe. „Mit städtischen Geldern sollte sorgsamer umgegangen werden“, forderte Matthes. „Man kann sie nicht als Risikokapital einsetzen.“ Wegen des „miserablen Vertragswerkes“ enthielten sich die Linken bei der Abstimmung.

Der Main-Taunus-Kreis sei kein Schurkenstaat, versuchte Erster Stadtrat Thomas Ebert (Grüne) die Wogen zu glätten. „Da müssen wir auch Vertrauen haben.“ Der Kreis könne jetzt noch keine Garantien geben, weil der Haushalt für 2017 erst Ende dieses Jahres beschlossen werde, erläuterte Ebert.

Das Verhandlungsergebnis sei „nicht optimal“, räumte Bürgermeister Mathias Geiger (FDP) ein. Es handle sich um eine Standardvereinbarung, die ohnehin bereits in einigen Punkten zugunsten von Eschborn abgeändert worden sei.

Als „Bedenkenträgerei“ kritisierte FDP-Fraktionschef Fritz Krüger die Einwände von SPD und Linken. „Wir wollen alle eine neue Sporthalle und ein Jugendhaus in Eschborn. Da sollten wir alles andere zur Seite legen und uns auf der kommunalen Ebene zusammenraufen“, sagte der Liberale.

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