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Am Montag sind die Flüchtlinge in das ehemalige Hotel in Bremthal eingezogen.
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Am Montag sind die Flüchtlinge in das ehemalige Hotel in Bremthal eingezogen.

Eppstein

Schützenhof ist Flüchtlingsheim

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Asylbewerber aus sieben Nationen leben im Schützenhof in Bremthal. Platz gibt es dort für insgesamt 38 Menschen. Die Polizei macht den Flüchtlingen ein Geschenk. Sie spendet Geld für Kinderspielzeug.

Bis Ende vergangenen Jahres war der Schützenhof in Bremthal noch eine Gaststätte mit Fremdenzimmern. Jetzt leben Flüchtlinge in dem Gebäude in der Neugasse. 32 Personen, darunter sieben Kinder sind in den letzten Tagen angekommen. Sie stammen aus Syrien, Pakistan, Somalia und Eritrea, dem Irak, dem Kosovo und aus Serbien. Platz gibt es für insgesamt 38 Menschen.

Den Mietvertrag für das frühere Hotel hat der Main-Taunus-Kreis mit Schützenhof-Besitzer Rüdiger Ernst für sechs Jahre abgeschlossen. Aus den Fremdenzimmern im ersten und zweiten Obergeschoss sind vier Wohnungen mit kleiner Küche und eigenen Bad geworden. Auch das ehemalige Frühstückszimmer im Erdgeschoss ist zu einer Wohnung umgebaut. Die Möbel stammen zum Teil aus dem Flörsheimer Sozialkaufhaus „Tisch und Teller“.

Die Küche der ehemaligen Gaststätte können alle Bewohner der Flüchtlingsunterkunft nutzen. Der Gastraum mit schweren Eichenmöbeln und farbigen Putzenscheiben steht als Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Ehrenamtliche Helfer des Asylkreises können dort Deutschkurse und Hausaufgabenhilfe anbieten.

Der Schützenhof sei als Unterkunft für die Flüchtlinge bestens geeignet, er liege mitten im Ort, mit Bus oder Bahn sei auch Eppstein nicht weit, sagt Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Johannes Baron (FDP) gestern vor der Presse.

Schneller als ursprünglich geplant wurden seinen Angaben zufolge die Asylbewerber darin untergebracht. Der Grund: Die bisherige Gemeinschaftsunterkunft in der Alten Schulstraße in Eppstein muss voraussichtlich 2015 aufgelöst werden, weil das Gebäude nach 20 Jahren Nutzung nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht.

Zwar hat der Main-Taunus-Kreis 2014 alle ihm zugewiesenen Flüchtlinge untergebracht, Baron sprach aber von einer „extrem großen Herausforderung im stark verdichteten Rhein-Main-Gebiet“, wo pro Asylbewerber vom Land nicht mehr gezahlt werde als im Odenwaldkreis. „Wir bräuchten die selbe Summe pro Flüchtling, wie sie die Städte Frankfurt oder Wiesbaden bekommen.“

Ein Weihnachtsgeschenk macht die Polizei den Flüchtlingen im Main-Taunus-Kreis. Polizeichef Jürgen Moog überreichte einen Scheck in Höhe von 800 Euro. Kinderspielzeug solle damit angeschafft werden, sagte Moog. Als Ordnungshüter müssen Polizisten so gut wie nie in die Flüchtlingsunterkünfte kommen. Moog stellte aber in Aussicht, dass seine Kollegen wieder bereit stehen, wenn es darum geht, den Asylbewerbern die Straßenverkehrsordnung zu erklären. Jetzt muss ihnen nur noch jemand die nötigen Fahrräder schenken.

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