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Mehr als Hausaufgaben: Die AWO-Schülerwerkstatt richtet sich an 7.- und 8.-Klässler.
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Mehr als Hausaufgaben: Die AWO-Schülerwerkstatt richtet sich an 7.- und 8.-Klässler.

Eschborn

Schülerwerkstatt liegt brach

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Die AWO sucht händeringend eine hauptamtliche Kraft für das Angebot am Nachmittag - trotz intensiver Bemühungen via Arbeitsamt sowie Anzeigen in Zeitung und Internet bisher vergebens.

Seit einem halben Jahr ist die Schülerwerkstatt der Arbeiterwohlfahrt (AWO) geschlossen. „Eine solche Flaute hatten wir noch nie“, sagt der pädagogische Leiter Ulrich Schlabs über das kostenlose Angebot, das die AWO Mädchen und Jungen aus den 7. und 8. Klassen seit 20 Jahren macht.

Schuld an der Vakanz ist allerdings nicht das Desinteresse der jungen Klientel. Im Gegenteil: Einige der Sechstklässler, die er selbst in der sozialpädagogischen Schülerhilfe betreut, fragten ihn fast jeden Tag, ob die Schülerwerkstatt nach den Sommerferien für sie wieder öffne. „Die scharren mit den Hufen“, so Schlabs.

Doch er kann ihnen bislang noch keine befriedigende Antwort geben. Denn die AWO sucht seit Monaten händeringend nach einer hauptamtlichen Kraft, die sich um die Schülerwerkstatt kümmert.

Zum 1. Januar hatte die bis dahin zuständige Sozialpädagogin gekündigt. Trotz intensiver Bemühungen via Arbeitsamt sowie Anzeigen in Zeitung und Internet habe sich bislang keine Nachfolgerin oder Nachfolger gefunden, wundert sich Schlabs. Einziger Nachteil sei, dass es sich nur um eine halbe Stelle handele. Allerdings sei sie unbefristet und die Bezahlung sei vergleichbar mit der von kommunalen Sozialpädagogen, sogar eher besser. Und auch inhaltlich handele es sich um eine reizvolle Aufgabe. „Da ist man sehr frei“, betont Schlabs.

Vier Mal pro Woche geöffnet

Bis zum vorläufigen Aus im Dezember kamen 27 Jugendliche regelmäßig in die Schülerwerkstatt, 18 davon mindestens ein Mal pro Woche. Zwar habe es durchaus Cliquenbildung und Konflikte gegeben. „Klar war aber immer: Es wird nicht gemobbt“, sagt Ulrich Schlabs.

Als positives Beispiel führt er einen Jungen mit Kabuki-Syndrom an, das dem Down-Syndrom vergleichbar ist. Er sei von den anderen Jugendlichen nicht nur akzeptiert worden, obwohl er viel Aufmerksamkeit benötigt habe. „Sie haben ihn sehr gut integriert.“

Die Schülerwerkstatt hat üblicherweise vier Mal pro Woche geöffnet. Zunächst können die Jugendlichen unter fachlicher Betreuung ihre Hausaufgaben machen. Anschließend steht ihnen das AWO-Haus an der Oberortstraße als eine Art Jugendtreff zur Verfügung.

Es gibt dort Billard und Tischkicker, aber auch eine Spielekonsole. Die Schülerinnen und Schüler können gemeinsam kochen, einen Laptop für Recherchen und als Lernquelle nutzen oder in einem Rückzugsraum einfach nur „chillen“ und miteinander quatschen.

Bei Bedarf erhalten die Jugendlichen Hilfe bei Bewerbungsschreiben für ihre Schulpraktika oder es werden Bewerbungsgespräche geübt. Bislang seien viele Anregungen für Aktivitäten von den Schülerinnen und Schülern selbst gekommen, berichtet Schlabs – ob es um Ausflüge ins Schwimmbad und die Eisbahn oder um Wochenendfreizeiten ging. Im vergangenen Jahr hatten einige Mädchen einen Selbstverteidigungskurs angeregt.

Interessenten wenden sich an die AWO Eschborn, Telefon 06196/44602, E-Mail: awo-eschborn@t-online.de

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