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Schreibaby-Ambulanz kommt gut an

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Main-Taunus Hebamme hilft, wenn Säuglinge und Kleinkinder keine Ruhe finden

Vor einem Jahr hat der Kreis die Schreibaby-Ambulanz eingerichtet, bisher haben 26 Familien das kostenfreie Beratungsangebot genutzt. Das geht aus der Jahresbilanz hervor, die der Kreisbeigeordnete Michael Cyriax (CDU) vorgestellt hat. „Mit der Schrei-baby-Ambulanz verbessern wir den Kinderschutz im Main-Taunus-Kreis“, sagt Cyriax. Das Angebot richte sich an Eltern, deren Neugeborene über viele Stunden weinen, ohne sich beruhigen zu lassen und dabei ihren Körper verkrampfen. Diese belastende Situation überfordere viele Eltern. „Mit der Hilfe wird Krisen in der Familie vorgebeugt“, so Cyriax. Die offene Sprechstunde bietet die Hebamme Kathrin Seidl in den Räumen der Main-Taunus-Klinik Bad Soden an. Dabei berät sie die Familien individuell und informiert darüber, warum Babys weinen und wie die Kommunikation mit dem Kind gelingen kann.

Der Großteil der beratenen Familien kommt aus dem Main-Taunus-Kreis. Darunter sind nicht nur Eltern von Neugeborenen, sondern auch Eltern mit Kleinkindern bis zum Kindergartenalter.

Nach Angaben von Seidl haben viele Familien über Hebammen oder Stillberaterinnen von dem Angebot erfahren. Um noch mehr Familien zu erreichen, soll die Schreibaby-Ambulanz noch stärker mit anderen Einrichtungen vernetzt werden. Auch öffentliche Träger wie Kliniken, Schwangerenberatungsstellen und die Caritas zeigten großes Interesse an dem neuen Projekt und wollen sich austauschen, berichtet Seidl.

Begleitung rund um die Geburt

Neben der Schreibaby-Ambulanz hat der Kreis sein Kinderschutzkonzept in den vergangenen Jahren um andere Hilfsangebote erweitert: Beispielsweise begleiten Familienhebammen Mütter bis zu einem Jahr vor und nach der Geburt. 77 Babys im ersten Lebensjahr wurden schon betreut.

Erzieher können sich an die Kinderschutzfachkräfte der Erziehungsberatungsstelle wenden. 182 Kindeswohlgefährdungsmeldungen ging laut Cyriax im vergangenen Jahr beim Jugendamt ein. 156 davon hätten sich bestätigt. (aro.)

Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.hebks.de/schreiambulanz oder direkt telefonisch bei Kathrin Seidl unter Telefon 06173/994737 oder per E-Mail (info@hebks.de).

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