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KHS schließt Werk

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Produktion zieht nach Bad Kreuznach um

Von „Intensivierung der Kundennähe“ und „Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit“ ist in der Pressemitteilung der Salzgitter AG die Rede, von „Festigung der Marktposition“ und „Innovationen“. Für die 121 Mitarbeiter der Salzgitter-Tochter KHS, die in der Krifteler Kapellenstraße Abfüll- und Verpackungsanlagen herstellen, bedeutet das vor allem eines: Sie haben künftig einen anderen Arbeitsplatz. 89 von ihnen werden im mehr als 60 Kilometer entfernten Bad Kreuznach oder an einem anderen Standort des Konzerns tätig sein. 32 verlassen über den ausgehandelten Sozialplan das Unternehmen. Die Produktion von KHS in Kriftel wird bis März 2012 komplett aufgegeben.

Die Schließung des Krifteler Werkes sei ein Baustein von vielen im elf Punkte umfassenden Restrukturierungsprogramm der KHS-Gruppe, sagte Pressesprecher Bernhard Kleinemann der FR. „Fit4Future-Initiative“ nennt der Vorstandsvorsitzende Matthias Niemeyer den Weg „in Richtung operativer Exzellenz.“ Was damit gemeint ist?

Die KHS-Gruppe sei der Verlustbringer im Salzgitter-Konzern, sagt Bernhard Kleinemann. Insgesamt würden 300 Arbeitsplätze abgebaut – neben Kriftel auch in Dortmund, Bad Kreuznach, Kleve, Worms und Hamburg. Nach Verlusten in Höhe von zusammen rund 200 Millionen Euro in den Jahren 2009 und 2010 solle die KHS damit endlich wieder schwarze Zahlen schreiben.

Hoffen auf Wachstum

Werkszusammenlegungen gab es bei KHS bereits in den vergangenen Jahren. Der Umzug der Krifteler Produktion nach Bad Kreuznach solle die Möglichkeit eröffnen, besser auf Nachfragespitzen reagieren zu können, teilt die Salzgitter AG mit. Darüber hinaus gebe es in Rheinland-Pfalz Erweiterungsflächen für künftiges Wachstum in der Verpackungstechnik. (aro.)

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