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Richtfest für 19 Wohnungen in Eschborn.
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Richtfest für 19 Wohnungen in Eschborn.

Eschborn/Schwalbach

Schleppender Neubau

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Viele Wohnungen fallen derzeit aus der Sozialbindung, zugleich entstehen nur wenige neue. Immerhin lässt das Gemeinnützige Wohnungsunternehmen Eschborn (GWE) derzeit 19 neue Sozialwohnungen errichten.

Bezahlbarer Wohnraum ist nicht nur in Frankfurt ein rares Gut, sondern auch in den umliegenden Kommunen. Landrat Michael Cyriax (CDU) hatte im vergangenen Jahr von 1000 fehlenden Sozialwohnungen im Main-Taunus-Kreis gesprochen und die hiesigen Lokalpolitiker aufgefordert, Abhilfe zu schaffen. Das geschieht allerdings bislang nur schleppend, besonders im Osten des Kreisgebietes.

Immerhin lässt das Gemeinnützige Wohnungsunternehmen Eschborn (GWE) derzeit am Kreisel Schwalbacher Straße/Bismarckstraße 19 neue Sozialwohnungen errichten. Die Arbeiten seien im Plan, teilte Bürgermeister Mathias Geiger (FDP) nun beim Richtfest mit. Das GWE investiert 4,1 Millionen Euro. Die Stadt steuert davon 190 000 Euro bei und sichert sich damit das Belegungsrecht für die Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, die zwischen 48 und 95 Quadratmeter messen. Derzeit stehen laut Geiger 200 Familien auf der Warteliste des städtischen Wohnungsamtes.

Voraussichtlich Anfang 2017 können die Mieter einziehen. „Wir kurbeln mit dem Projekt den sozialen Wohnungsbau an“, betonte der Rathauschef. Allerdings rutschen gleichzeitig jedes Jahr weitere Wohnungen in Eschborn aus der Sozialbindung heraus. Allein 2016 sind davon 49 Wohnungen betroffen, wie der Erste Stadtrat Thomas Ebert (Grüne) auf Anfrage der FR mitteilte. Ende 2015 gab es in Eschborn insgesamt noch 435 Sozialwohnungen. Um so ärgerlicher ist es da aus Sicht Eberts, dass ein Großprojekt des GWE bereits seit einer ganzen Weile im politischen Getriebe feststeckt.

Bemühungen in Schwalbach

Dabei geht es um ein 23 000 Quadratmeter große Gelände an der Hauptstraße gegenüber dem Wiesenbad, auf dem rund 280 Wohnungen entstehen könnten. Ebert und seiner Partei, den Grünen, schwebt vor, 15 Prozent davon als echte Sozialwohnungen zu errichten und weitere 15 Prozent zu vergünstigten Konditionen zu vergeben.

Auf einen Antrag der Grünen hin haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, dass der Bebauungsplanentwurf für das Areal noch einmal überarbeitet und in der Septembersitzung dem Parlament vorgelegt werden soll. Allerdings soll die Bebauung weniger dicht ausfallen als bislang vorgesehen und auch die Vorgabe von 30 Prozent preiswerter Wohnungen wurde aus der Vorlage gestrichen.

Derweil gibt es in Eschborns Nachbarkommune Schwalbach ebenfalls Bemühungen, den sozialen Wohnungsbau anzukurbeln. Die neue SPD/FDP-Koalition möchte die städtische Gesellschaft für Wohnungsbau Schwalbach am Taunus GmbH zu neuem Leben erwecken. Das Bündnis weist darauf hin, dass bis 2021, dem Ende der Legislaturperiode, 230 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen. Dieser Entwicklung müsse gegengesteuert werden, fordern Hartmut Hudel (SPD) und Chris Higman (FDP). Allerdings tun sich im bereits dicht bebauten Schwalbach die Politiker aller Parteien seit Jahren schwer, konkrete Flächen dafür zu benennen.

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