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Künstlerin Ingrid Schamscha mit Bild.
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Künstlerin Ingrid Schamscha mit Bild.

Ausstellung im Badehaus

Auf Sand gemalt

Ingrid Schamscha stellt ihre Werke im Alten Badehaus von Bad Soden aus. Gleichzeitig hat sie den Vorsitz der Kunstwerkstatt übernommen. Von Jöran Harders

Von JÖRAN HARDERS

In der tunesischen Wüste musste Ingrid Schamscha nur unter sich greifen, wenn es ihr an einem wichtigen Material für ihre Bilder fehlte. Denn die Malerin verwendet Sand, um ihren Werken eine reliefartige Struktur zu verleihen. Diese Technik hat sich Ingrid Schamscha vor einigen Jahren im Atelier von Christian Lothspeich in Südfrankreich angeeignet. Ein kleines Stück von dem Boden, auf dem sie beim Malen sitzt, ist seitdem Teil aller ihrer Bilder. "Dadurch entsteht ein plastischerer Eindruck, als wenn ich einfach nur auf das Papier malen würde", sagt die Künstlerin. Ihre Motive bringt sie dann mit Gouache-Farben (deckende Wasserfarben) auf den aufgespachtelten Sand, und zwar entweder direkt in der Landschaft oder später im Atelier.

Bilder, die in Tunesien und in Frankreich entstanden sind, zeigt die Sodenerin jetzt in einer Ausstellung im Alten Badehaus. Das "Reisen und Sammeln von Eindrücken" sei schon immer ihre Leidenschaft gewesen. "Seit sieben Jahren bin ich im Ruhestand und habe auch wieder Zeit dazu", freut sich Ingrid Schamscha, die seit Mitte der 60er Jahre selber malt. Damals besuchte sie Kurse an der Städelschule in Frankfurt. Nach einer längeren Pause widmete sie sich in den vergangenen Jahren wieder ihrer eigenen Kunst, nebenbei schrieb sie auch noch ein Buch über Friedrich Reimann Einen Maler, der heute "ziemlich in Vergessenheit geraten ist", sagt Schamscha. Bis in die 70er Jahre hinein waren seine naturalistischen Tier- und Jagddarstellungen indes sehr beliebt.

Organisieren gewohnt

Unverhofft kam noch eine weitere Aufgabe hinzu, die Ingrid Schamscha ebenfalls gerne übernommen hat. "Ich hatte mir vorgenommen, mich im Vorstand der Sodener Kunstwerkstatt, deren Mitglied ich seit 1989 bin, zu engagieren. Nun bin ich nicht nur im Vorstand, sondern gleich Vorsitzende geworden", erzählt sie. Dass sie sich in dieser Funktion weniger um künstlerische als um organisatorische Dinge kümmern muss, stört sie dabei überhaupt nicht. Denn das Organisieren ist sie als ehemalige Redaktionsassistentin beim Hessischen Rundfunk gewohnt. "Außerdem sind Künstler und Museumsleute normalerweise nett und umgänglich."

Mit Museen wird Ingrid Schamscha es als Kunstwerkstatt-Vorsitzende immer wieder zu tun haben. Denn regelmäßige Fahrten zu Kunstausstellungen gehören zum Programm des Vereins. Zusätzlich möchte sie künftig Workshops anbieten, die ebenfalls in Museen der Region stattfinden. "Dort wird es dann jeweils ein Tagesprogramm zu einem bestimmten Thema geben", erläutert Schamscha. Beim ersten Workshop dieser Art im Frankfurter Museum für moderne Kunst geht es am 27. Juni um das Thema Licht. Bekannter machen will sich die Kunstwerkstatt mit einem Faltblatt, das alle Kurse, Fahrten und Ausstellungen auflistet und schon bald im ganzen Stadtgebiet verteilt werden soll.

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