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Hattersheim

Ringen um den Baumarkt

  • Kerstin Klamroth
    VonKerstin Klamroth
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Bürgermeisterin Antje Köster (SPD) ist entschlossen, in Hattersheim doch noch einen Baumarkt anzusiedeln. Die Stadt Hattersheim schließt eine Klage gegen den Beschluss der Regionalversammlung nicht aus.

Wir werden uns nicht unterkriegen lassen!“ Bürgermeisterin Antje Köster (SPD) ist entschlossen, in Hattersheim doch noch einen Baumarkt anzusiedeln. Am Dienstag gab sie gemeinsam mit Baudezernentin Karin Schnick (Grüne) in einem Pressegespräch bekannt, dass die Stadt eventuell gegen den ablehnenden Beschluss der Regionalversammlung klagen will.

Mit welcher Begründung ein juristisches Verfahren eingeleitet würde, konnte Köster noch nicht sagen. Erst müsse der Ablehnungsbescheid der Regionalversammlung vorliegen. Sie werde in jedem Fall einen Rechtsanwalt hinzuziehen. „So einen Fall hatten wir noch nicht“, fügte Schnick hinzu.

18 000 Quadratmeter hätte die Fläche an der A 66 betragen, auf der das Unternehmen Bauhaus eine Filiale inklusive Baustoff-Drive-In errichten wollte. Das war den nahe liegenden Kommunen Kelkheim, Kriftel und Hofheim, die Umsatzeinbußen bei den eigenen Geschäften befürchteten, viel zu groß. Doch darum dürfe es bei der beantragten Änderung des Flächennutzungplanes nicht gehen, sagte Köster: „Das ist Kirchturmdenken“.

In bester Gesellschaft

Die Bürgermeisterin verweist auf eine Übersicht der Baumärkte in der Region, die das Regierungspräsidium Darmstadt vorgelegt hat. Darin sind zum Beispiel in Hofheim der Globus-Mark mit 13 259 und das Bauzentrum Mobau Braun mit 11 000 Quadratmeter verzeichnet, eine Größenordnung, in die das Bauhaus ohne Drive-In und Gartenabteilung ebenfalls hineingepasst hätte. „Wir hätten uns in bester Gesellschaft befunden“, so Köster. Die Bauhaus-Kette hat nach wie vor Interesse.

Schon 2003 hatte Hattersheim, das in den 1970er Jahren einen großen Massa-Markt beheimatete, mit der Planung des Geländes an der A 66 und dem Friedhof begonnen. Köster und Schnick erinnerten daran, dass die Stadt bereits im Jahr 2009 21,5 Hektar Fläche aus dem Baugebiet Nord zurückgegeben hatte, um später das Projekt an der A 66 als Sonderfläche anzumelden. Wie in der letzten Sitzung der Regionalversammlung zur Sprache kam, hatte der ehemalige Verbandsdirektor Heiko Kasseckert im Jahr 2010 der Stadt signalisiert, dass es gegen die Nutzung der Fläche für einen Baumarkt keine Einwände gebe.

Gut für die Stadtkasse

Auch der ehemalige Regierungspräsident Johannes Baron (FDP) hatte das Projekt befürwortet. Köster zitierte zudem ein Gutachten der Industrie- und Handelskammer, in dem festgestellt wurde, dass der Arbeitsmarkt in Hattersheim verbesserungswürdig ist. Würde die Bauhaus-Filiale realisiert, entständen rund 130 Arbeitsplätze.

Da 35 000 Quadratmeter, etwa ein Drittel des Sondergebietes, der Stadt gehören, würde der Verkauf der Stadtkasse gut tun, hinzu käme die Gewerbesteuer. Über das weitere Vorgehen müssen die Stadtverordneten in einer Versammlung entscheiden. Neben der Klage gibt es nach Aussage von Köster noch die Möglichkeit, die Fläche als Gewerbegebiet zu nutzen oder ein Gewerbegebiet mit einer kleineren Sondergebietsfläche auszuweisen.

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