Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Queen mal ganz schrottig

Flörsheim Beim Bandwettbewerb des Open Air traten diesmal vier Musikgruppen an

Von FRANZISKA RICHTER

Es ist eine Sache der Ehre. Wer seit Jahren zum Helferteam des Flörsheimer Open Air gehört, der will wenigstens einmal in der Jury des noch recht jungen Bandwettbewerbs sitzen. Der heißt kurz O.C.H.S.E , ist Nachfolger eines Karaokewettbewerbs und fester Bestandteil des inzwischen 33. Festivals an der Mainbrücke geworden.

Pia Würzburger hat diese Ehre. Sie sitzt am vordersten Biertisch, gerade wird die Bühne vor ihr für eine der vier Wettbewerbsbands umgebaut: "Ich glaube, ich war elf Jahre alt, als ich das erste Mal dabei war", erzählt sie. Damals habe sie vor allem die Hüpfburg toll gefunden. Inzwischen ist sie eine von den 100 Helfern, die bereits Monate zuvor mit der Organisation begonnen haben.

"Wir haben immer ein Motto für den Wettbewerb. Das heißt, die Bands müssen einen Song covern und dürfen danach noch ein par eigene Stücke spielen", sagt Pia. In diesem Jahr stehen Titel von Queen auf dem Programm - nicht so einfach für die Musiker, die sonst eher Rock, Alternative oder Grunge mögen.

"Under Pressure" dröhnt mit Gitarrensounds über die Wiese. Die "Base Born Bastards" aus der Nähe von Hockenheim präsentieren eine untypische und eindeutig krachigere Version des Queen-Titels. "Das war schön schrottig, oder?" fragt Gitarrist Peter nach dem Auftritt. "Es ist schon ein ungewöhnliches Motto und es war auch nicht einfach, aber wir nutzen jede Gelegenheit zum Spielen", sagt er.

Neben der Musik freue er sich vor allem darüber, "dass es auf diesem Festival auch noch Leute gibt, die gegen den Flughafen demonstrieren." Gleichzeitig hat das Festival die Atmosphäre eines Familienfestes. "Ich komme schon seit 15 Jahren her", sagt eine junge Flörsheimer Mutter. Dieses Jahr ist sie mit ihrer einjährigen Tochter da. Joachim und Frank aus Kelsterbach sind ebenfalls treue Fans: "Wir mögen die Musik." Außerdem treffe man viele Leute.

Im Jahr 1979 haben sich engagierte Flörsheimer im Verein Old Company zusammen geschlossen, um das Flörsheimer Kulturleben aufzuwerten. Eine der größten Veranstaltungen, die der Verein seitdem organisiert, ist das Open Air Festival an der Mainbrücke. Rund 800 Besucher zählen die Ehrenamtlichen pro Jahr.

Auch in diesem Jahr stehen wieder dutzende Zelte am Rande des Geschehens, Klamottenstände flankieren die Wiese, eine Hüpfburg und eine Bastelecke sind für die Jüngsten aufgebaut. Drumherum bieten die Vereinsmitglieder Nudeln und Bier an. "Wir finanzieren uns ausschließlich über den Verkauf von Speisen und Getränken", sagt Pressesprecher Sascha Kröner. Meistens kommt die Old Company finanziell gerade bei null raus.

Für die Gewinner des Bandwettbewerbs gibt es eine goldene Wandergitarre. Diese bleibt erstmals beim Titelverteidiger, den Rotten Tick Brain Bastards aus dem Hunsrück.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare