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Das Hort-Gebäude aus den frühen 1990er Jahren soll demnächst abgerissen werden.
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Das Hort-Gebäude aus den frühen 1990er Jahren soll demnächst abgerissen werden.

Hofheim

Protest gegen HWB-Projekt

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Anne-Frank-Hort soll Wohnhaus weichen. Bürger sammeln Unterschriften.

Die 120 Unterschriften hatten sie im Nu zusammen. „Fast jeder, den wir in der Nachbarschaft angesprochen haben, hat mitgemacht,“ sagt Christine Hochstädter. Gemeinsam mit ihrem Mann Michael und dem Ehepaar Dorothee und Hans-Jürgen Schütz hat die Marxheimerin vor wenigen Wochen eine Initiative gegen das geplante neue Wohnhaus auf dem Gelände des Anne-Frank-Hortes in der Frankfurter Straße gestartet. Das Hort-Gebäude aus den frühen 1990er Jahren soll demnächst abgerissen werden, die Betreuungseinrichtung ist jetzt an der Heiligenstockschule untergebracht.

Dass das Grundstück an die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) übergeben wird, die dort ein Mehrfamilienhaus errichten soll, steht fest. Bereits vor einem Jahr haben die Stadtverordneten einen entsprechenden Beschluss gefasst. Und die HWB hat erste Pläne vorgelegt. Demnach soll das neue Wohnhaus drei Geschosse und ein Dachgeschoss haben und damit um einiges höher sein als der jetzige Flachbau. Von den großen Bäumen, die den Anne-Frank-Hort umgeben, werden wohl nur die wenigsten stehen bleiben.

„Wir möchten zum Ausdruck bringen, dass wir gegen eine solch dichte Bebauung dieses Grundstücks sind. Das entspricht nicht einer begrünten Stadt“, heißt es in dem Schreiben, das die Marxheimer Initiative zusammen mit der Unterschriftenliste an alle im Hofheimer Parlament vertretenen Parteien geschickt hat.

Ein derart massives Gebäude passe nicht ins Umfeld, findet Christine Hochstädter, die selbst gleich nebenan in einem Flachdachbungalow wohnt. Offenbar wolle die Stadt der HWB die „maximale Ausnutzung des Grundstücks“ gestatten. „Das klingt mir nach Gemauschel. “Planungsstadtrat Wolfgang Winckler (SPD) weist die Vorwürfe zurück. Das Bebauungsplanverfahren für das Projekt sei noch gar nicht eröffnet, sagte er der FR. „Wenn es so weit ist, werden wir die Anwohner ausführlich dazu informieren.“

Grundstück besser ausnutzen

Das inselartige Grundstück zwischen Frankfurter Straße und Dresdner Weg liege im Spannungsfeld zwischen Bungalows auf der einen und sechsstöckigen HWB-Wohnblocks auf der anderen Seite. Zwischen beidem müsse eine städtebauliche Verbindung geschaffen werden. „Wir werden an dieser Stelle anders bauen müssen als bisher“, sagt Winckler.

„Von einer maximalen Ausnutzung sind wir aber weit entfernt.“ Das bestätigt auch HWB-Geschäftsführer Josef Mayr. Einige der Befürchtungen der Anwohner kann er bereits zerstreuen. So sei weder ein Hochparterre geplant noch eine Geschosshöhe von 3,80 Meter, sagte er der FR. Das neue Gebäude werde also keinesfalls doppelt so hoch sein wie der Flachbau des Anne-Frank-Hortes. Mit sieben Metern sei auch der Abstand zu den angrenzenden Einfamilienhäusern weitaus größer geplant als vom Baurecht vorgeschrieben. „Wir wollen auf die Wünsche der Nachbarn Rücksicht nehmen“, betont Mayr.

In den nächsten Wochen wird die HWB die Planungen für das Projekt Frankfurter Straße 80 verfeinern. Laut Mayr soll ins Erdgeschoss eien soziale Einrichtung mit Verwaltungsräumen einziehen. In den beiden Obergeschossen und dem Dachgeschoss sind 24 Wohnungen geplant.

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