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Protest gegen Baugebiet

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Von: Andrea Rost

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Auf dem elf Hektar großen Areal oberhalb des Hundshager Weges sollen 140 hochwertige Einfamilien- und Doppelhäuser errichtet werden. Anlieger wehren sich gegen die Bebauung und wollen einen Verein gründen. Von Andrea Rost

Ein Verein soll sich dafür stark machen, dass das Gebiet Vorderheide II am Fuße des Steinbergs im Norden Hofheims nicht bebaut wird. Das haben die Anlieger jüngst beschlossen. Demnächst wollen sie zu einer Gründungsversammlung einladen, dort soll auch der Vereinsvorstand gewählt werden.

Auf dem elf Hektar großen Areal oberhalb des Hundshager Weges sollen 140 hochwertige Einfamilien- und Doppelhäuser errichtet werden. Im Entwurf zum Regionalen Flächennutzungsplan für den Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main, der seit gestern öffentlich ausliegt, ist das Areal Vorderheide II erneut als Wohnbaugebiet ausgewiesen. Zwischenzeitlich war es nicht als solches vorgesehen. Weil geschützte Vogelarten, Fledermäuse und Zauneidechsen hier ihren Lebensraum haben, hatte das Regierungspräsidium Darmstadt sogar erwogen, das Gelände zum Landschaftsschutzgebiet zu machen. Anfang dieses Jahres schließlich setzten CDU, FDP und Freie Wähler in der Verbandskammer durch, dass die Vorderheide II bebaut werden darf. Voraussetzung dafür ist allerdings eine artenschutzrechtliche Befreiung durch die Naturschutzbehörde. Sie liegt noch nicht vor.

Das Hofheimer Stadtparlament hat dem Projekt bereits zugestimmt. Das Konzept, das die Entwicklungsgesellschaft Hofheim (EGH) ausgearbeitet hat, soll als Grundlage für den künftigen Bebauungsplan dienen.

Die Anwohner indes befürchten eine Zunahme des Verkehrs; sie wollen die Politiker dazu bewegen, das Bauprojekt Vorderheide II aufzugeben. Die Grüne Offene Hofheimer Liste (Gohl) haben sie bereits auf ihrer Seite. Sie stimmte im Parlament als einzige Fraktion gegen die Baupläne.

Am heutigen Mittwoch wird die Baulandentwicklung im Gebiet Vorderheide erneut Thema in der Stadtverordnetenversammlung sein. Die Grünen haben eine große Anfrage gestellt und listen insgesamt 16 Punkte auf, die ihrer Meinung nach im Zusammenhang mit dem Projekt ungeklärt sind. So fragt die Gohl nach diversen Details zur Planung, will wissen, wie groß Wege und Straßenparzellen sind, wie viel Fläche die Stadt in den Bauerlöcher Wiesen besitzt und warum die zu erwartende Lärmbelastung kein Thema in der Bürgerversammlung war. Des Weiteren geht es in der Parlamentsanfrage um die Finanzierung des Projektes und der Ausgleichsmaßnahmen, die naturschutzrechtlich vorgeschrieben sind.

Das Parlament tagt heute ab 18.30 Uhr, in der Stadthalle in Hofheim.

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