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Erkrankungen, bei denen Psyche und Körper zusammenspielen, werden jetzt auch in der Bad Sodener Privatklinik behandelt.
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Erkrankungen, bei denen Psyche und Körper zusammenspielen, werden jetzt auch in der Bad Sodener Privatklinik behandelt.

Bad Soden

Privatklinik mit Psychosomatik

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Die Entscheidung, in der neuen Abteilung für Psychosomatik des Bad Sodener Krankenhauses ausschließlich Privatpatienten zu behandeln, haben die Main-Taunus-Kliniken nicht ganz freiwillig getroffen.

Der gesetzliche Versorgungsauftrag sei beantragt worden, das Ministerium habe aber keine Zustimmung erteilt, weil es das Angebot in der Region für ausreichend halte, bedauerte der Geschäftsführer der Kreiskliniken, Tobias Kaltenbach gestern vor der Presse. Deshalb sind die zehn neuen Patientenzimmer im Erdgeschoss der Bad Sodener Privatklinik ausschließlich Privatversicherten und Selbstzahlern vorbehalten.

Allzu viel Geld in die Hand nehmen mussten die Kliniken nicht, um das neue Angebot, das seit Mitte August läuft, auf die Beine zu stellen. Es sind die einst für Hotelgäste der Privatklinik eingerichteten Zimmer, die jetzt von den Patienten der psychosomatischen Abteilung genutzt werden. Gerade mal zu einem Drittel seien die Zimmer in der Vergangenheit ausgelastet gewesen, sagte Kaltenbach. „In Zukunft hoffen wir auf eine 90-prozentige Auslastung.“

Lebensgeschichte wird einbezogen

Behandelt werden in der neuen psychosomatischen Abteilung in Bad Soden alle Krankheiten, bei denen körperliche ebenso wie psychische Faktoren den Verlauf bestimmen: Depressionen, Angst, Panik- und Essstörungen, chronische Schmerzen, Burnout, sowie psychosomatische Magen-Darm- oder Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Anders als in der Hofheimer Klinik für Psychosomatik, wo verhaltenstherapeutische Interventionen im Mittelpunkt stehen, gründet das Behandlungskonzept in Bad Soden auf der Psychoanalyse und bezieht in der Therapie auch die Lebensgeschichte des Patienten mit ein. Neben Einzel- und Gruppenpsychotherapie werden auch Training zur Entspannung und Stressbewältigung, Sport- und Bewegungstherapie, Yoga, Tanz und Kunsttherapie angeboten.

Unter der ärztlichen Leitung von Professor Stephan Volk, der Belegarzt der Privatklinik und ärztlicher Direktor der Fachklinik ist, arbeitet ein Team aus Ärzten, Psychologen, Therapeuten, und Pflegern. Zwölf neue Stellen seien für die psychosomatische Abteilung in Bad Soden geschaffen worden, berichtete Kaltenbach. Nach und nach sollen die Zimmer belegt werden.

Für durchschnittlich sechs bis acht Wochen werden die Patienten voraussichtlich stationär aufgenommen, um danach von Therapeuten ambulant weiterbetreut zu werden. Kaltenbach rechnet mit gut einer halben Million Euro im Jahr, die zusätzlich in die Klinikkasse fließen werden.

Damit sei die Bad Sodener Psychosomatik ein wichtiger Baustein, um den Konzern wieder in wirtschaftliches Fahrwasser zu bringen. Die Auslastung der übrigen Betten der Privatklinik habe durch die Öffnung für gesetzliche versicherte Patienten mit privater Zusatzversicherung bereits auf 100 Prozent angehoben werden können.

An einer „kleinen aber feinen“ psychosomatischen Abteilung in Bad Soden sei schon seit längerem gearbeitet worden, sagte Kaltenbach. „Wir sind der Überzeugung, dass das Angebot wie wir es auch in Hofheim haben, in der Region einmalig ist und auf große Nachfrage in der Bevölkerung stößt.“

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