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Besuchermagnet war im vergangenen Jahr die Klangkunst.
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Besuchermagnet war im vergangenen Jahr die Klangkunst.

Eppstein

Die Preußen kommen

Das Burgmuseum plant einen Osterspaziergang auf den Spuren von König Wilhelm. Der Rundgang führt durch die Gassen Eppsteins auf die Burg, wo die Teilnehmer nach alter Tradition mit Brezeln und Wein bewirtet werden.

Von Jöran Harders

Eine Begegnung mit dem Museumsgründer Franz Burkhard ermöglicht die diesjährige Sonderausstellung auf der Eppsteiner Burg. Burkhard, der von den Grafen zu Stolberg-Wernigerode 1905 zunächst als Berater, später als Burgverwalter eingesetzt wurde, war auch Initiator der Burgfestspiele. „Alte Mauern bergen Visionen – Burgarchitekt Franz Burkhard als Forscher, Ausgräber und Stadtplaner“ ist der Titel der Schau, die am 22. Mai eröffnet wird. Sie zeigt neue Ausgrabungsergebnisse auf der Burg in Verbindung mit den Forschungen Burkhards, dazu Originale aus seinem Nachlass. Die Sonderausstellung wird bis zum Tag des offenen Denkmals am 11. September in der Sakristei zu sehen sein.

„Die Preußen kommen!“ ist das Motto des Osterspaziergangs am 28. März. Der Rundgang auf den Spuren von König Wilhelm führt durch die Gassen Eppsteins auf die Burg, wo die Teilnehmer nach alter Tradition mit Brezeln und Wein bewirtet werden.

Im Herbst greift die Veranstaltungsreihe des Museums die Thematik von Garten Rhein-Main auf, wenn es heißt: „Garten, Wein, Kanonendonner – Der Südzwinger als Verteidigungsanlage und Wingert“.

Im vergangenen Jahr bereits abgedreht wurden Schlüsselszenen der Burghistorie für den Multimedia-Guide. An zwei Drehtagen konnten mit Unterstützung der Eppsteiner Burgschauspieler und der Rittergruppe „Die Eppensteiner“ die Sage mit Ritter Eppo und dem Riesen, die Verbindung des Hauses Eppstein zu den Mainzer Erzbischöfen, der Ausbau der Burg im Spätmittelalter oder die Teilung der Herrschaft sowie ein kurzer Überfall auf die Burg in Szene gesetzt werden. Diese Filme werden 2016 mit einer Gesamtrekonstruktion der Burg, in die auch neueste Grabungsergebnisse einfließen, auf dem Multimedia-Guide bereitgestellt.

Besonders für Schulklassen interessant

Mit der Bilanz des vergangenen Jahres ist Monika Rohde-Reith, Leiterin des Burgmuseums und des Stadtarchivs, zufrieden. Zwar ist die Zahl der Besucher der Eppsteiner Burg und des Museums 2015 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Dennoch zeige die Jahresbilanz ein gutes Ergebnis. 8921 Menschen kamen im vergangenen Jahr auf die Burg; 2014 waren allein im Museum mehr als 9700 Gäste gezählt worden.

Vor allem die Klanginstallation, die während der Skulpturenschau „Blickachsen 10“ auf der Burg zu sehen war, habe Publikum aus der gesamten Rhein-Main-Region angezogen. Sie habe außerdem gezeigt, „wie vielfältig die Burg Eppstein erlebbar ist“, so Rohde-Reith. Das Museum haben sich 8558 Personen angeschaut, zu den Veranstaltungen auf der Burg kamen 6927 Besucher.

Besonders für Schulklassen sei die im Mai eröffnete Sonderausstellung „Station in Eppstein – flüchtige Spuren und Begegnungen“ interessant gewesen. Anhand von Originaldokumenten war die Schau eine Anregung sich mit den Themen Besatzung, Zwangsarbeiter, Flüchtlinge und Vertriebene auseinanderzusetzen. Ausgangspunkt war ein Fund im Stadtarchiv: die Ausbürgerung der Jüdin Emmi Maier-Bender und ein Nachlass von Feldpostbriefen. Viele Kinder haben sich 2015 bei Führungen für die Burg begeistern lassen. An insgesamt 69 Führungen nahmen 1273 Kinder und 918 Erwachsene teil. Beliebt war die Burg auch bei Geburtstagskindern. 50 Mal feierten Kindergruppen in den alten Mauern.

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